Mario Sedlak
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Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive

Das rein elektrisch betriebene Auto der Mercedes-Benz B-Klasse wurde hierzulande ab 2015 angeboten. Es ist ein "sehr geräumiges und komfortables Elektroauto mit Mercedes-typischen Eigenschaften." Dennoch blieb die Elektro-B-Klasse "glücklos" und wurde bereits 2017 wieder eingestellt – noch bevor Mercedes ein Nachfolge-Elektroauto-Modell im Angebot hat.

Die B-Klasse ED war ein "konservativer Gegenentwurf zum futuristischen BMW i3" – von außen kaum als Elektroauto zu erkennen. Konservative Menschen interessieren sich offenbar wenig für ein Elektroauto, und die, die sich dafür interessieren, wollen auch zeigen, dass sie eines fahren (weil sie glauben, dass sie damit besonders umweltfreundlich sind).

Größte Schwäche des B-ED ist die fehlende Schnelllademöglichkeit, wodurch Fernfahrten kaum möglich sind. Ansonsten ist das B-ED "ein gelungenes Gesamtpaket und gehört zu den bisher besten Elektroautos".

Verwandtschaft

Die fast 4000 Akkuzellen von Panasonic, die Steuerung und der Elektromotor stammen aus dem Tesla Model S (wahrscheinlich mit gewissen Anpassungen).

Daten

Leergewicht: 1765 kg[1]
maximale Zuladung: 405 kg (inkl. Menschen)[2]
maximale Anhängelast: 0 kg
nutzbare Akkukapazität: 28 kWh[3] – Laut anderer Quelle ist das die Bruttokapazität, von der nur 77% (21,5 kWh) genutzt wurden bzw. mit Taste, die es gegen Aufpreis gab, 92% (26 kWh).
Akkugewicht: 325 kg
Motorleistung: 132 kW
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Kofferraumvolumen: 345 l (1245 l bei umgeklappter Rückbank) – gleich wie in der B-Klasse mit Verbrennungsmotor[4]

Akku

Der Lithium-Akku befindet sich unter der Rücksitzbank[5] und im Fahrzeugboden.

Ladezeiten

Im Test von Heise Autos: Ladung auf 80% in 2 Stunden und 11 Minuten bei 6,7 kW Wechselstrom

Keine Schnellladung möglich

Aufladeverlust

11%[7]

Haltbarkeit

Auf den Akku wurde eine Garantie für 8 Jahre bei max. 100 000 km gewährt.[8] Von einer Mindestkapazität lese ich aber nichts, sondern nur "dass jede technische Fehlfunktion" behoben wird.[9]

Verbrauch und Reichweite

Gegen Aufpreis gab es beim B-ED eine Taste, um bei Bedarf den Akku voller als sonst zu laden (wenn die "bis zu 30 km" zusätzlicher Reichweite den erhöhten Verschleiß rechtfertigen).[11]

Einfluss von Geschwindigkeit

Sonstige Testergebnisse

die ungewohnt straffe Federung ... gibt bereits kleinere Fahrbahnunebenheiten recht ungefiltert an die Fahrgäste weiter.

Heizung "vorn wie hinten zufriedenstellend".[13]

Bremsweg von 100 km/h auf 0: 35,8 m[14]

Kosten

ab 41 460 €

Berechnungen des ADAC zeigen, dass die Elektro-B-Klasse von Mercedes nur 1,2 Cent teurer ist als ein vergleichbarer Benziner (66,2 statt 65,0 Cent [pro Kilometer]).

Weiter

Ford Focus Electric

Weblink

Quellen

[1] ADAC-Autotest: Mercedes B-Klasse Electric Drive Electric Art (PDF, 2 MB), 2015, S. 16
[2] ADAC-Autotest: Mercedes B-Klasse Electric Drive Electric Art (PDF, 2 MB), 2015, S. 3
[3] ADAC-Autotest: Mercedes B-Klasse Electric Drive Electric Art (PDF, 2 MB), 2015, S. 16
[4] ADAC-Autotest: Mercedes B-Klasse Electric Drive Electric Art (PDF, 2 MB), 2015, S. 4
[5] ADAC-Autotest: Mercedes B-Klasse Electric Drive Electric Art (PDF, 2 MB), 2015, S. 7
[6] ADAC-Autotest: Mercedes B-Klasse Electric Drive Electric Art (PDF, 2 MB), 2015, S. 2
[7] ADAC-Autotest: Mercedes B-Klasse Electric Drive Electric Art (PDF, 2 MB), 2015, S. 2, 13 – Differenz von 20,2 kWh/100 km mit Ladeverlust und 17,9 kWh/100 km ohne Ladeverlust
[8] ADAC-Autotest: Mercedes B-Klasse Electric Drive Electric Art (PDF, 2 MB), 2015, S. 16
[9] Lifecylce-Umweltzertifikat Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive (PDF, 12 MB), S. 12 (im PDF S. 7)
[10] ADAC-Autotest: Mercedes B-Klasse Electric Drive Electric Art (PDF, 2 MB), 2015, S. 16
[11]
[12] ADAC-Autotest: Mercedes B-Klasse Electric Drive Electric Art (PDF, 2 MB), 2015, S. 13
[13] ADAC-Autotest: Mercedes B-Klasse Electric Drive Electric Art (PDF, 2 MB), 2015, S. 8
[14] ADAC-Autotest: Mercedes B-Klasse Electric Drive Electric Art (PDF, 2 MB), 2015, S. 10