Mario Sedlak
Umweltschutz
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Der Straßenbau scheint nie an ein Ende zu kommen.

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Autobahn, die durch ein Wiener Erholungsgebiet gebaut wurde

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In München wurde ein Erholungsgebiet von einer Autobahn in zwei Teile zerschnitten.

Straßenbau

Österreich hat nach Luxemburg das dichteste Autobahn- und Schnellstraßen-Netz der EU (in Kilometer pro Einwohner). Trotzdem gibt es laufend neue Straßenbau-Projekte.

Ausbau bewirkt Verkehrswachstum

Umweltschützer und viele Verkehrsexperten sehen im Bau neuer Straßen genau die falsche Lösung zur Bewältigung des Verkehrswachstums.

Beispiel

Ursache

Neue Straßen ziehen Verkehr an. Das leuchtet ein, aber man denkt dabei zunächst an Lkws, die tausende Kilometer lange Routen umplanen, weil es neue Schnellverbindungen gibt. Die viel bedeutenderen Ursachen des Verkehrswachstums nach Eröffnung neuer Straßen sind jedoch hausgemacht:

Neue Straßen haben daher i. A. nur vorübergehend einen Entlastungeffekt. Man schätzt, dass der Straßenbau für 15–20% des Verkehrswachstums verantwortlich ist.[3]

Alternativen

Flächenverbrauch

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Straßen zerschneiden Biotope – häufig sogar besonders wertvolle, bisher wenig berührte Gebiete, denn dort gibt es keine Anrainer, die sich gegen eine neue Straße wehren können.[4] Wenn es darauf ankommt – so habe ich immer wieder den Eindruck –, werden die Interessen von Mensch und Wirtschaft höher gewichtet als die der Natur.

Stark befahrene Straßen haben eine Barrierewirkung und bedrohen damit Tierarten, die größere Gebiete zum Leben brauchen. Deswegen sind heute bei Neubauten von Straßen Wildquerungshilfen (z. B. Grünbrücken) vorgeschrieben. Im bestehenden Straßennetz gibt es diesbezüglich jedoch noch großen Nachholbedarf.[5]

Weiter

Zersiedelung

Siehe auch

Weblinks

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Stopp der Lobau-Autobahn

Quellen

[1] Profil, 14.6.1993, S. 31
[2] Auto-Touring. Das ÖAMTC-Magazin, 9/2008, S. 43
[3] Statistisches Bundesamt Deutschland: Verkehr in Deutschland 2006 (PDF), S. 28
[4] Vgl. Rechnungshof: Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und der Gesundheit im Straßenbau in Österreich (PDF), S. 57 (im PDF S. 19)
[5] Rechnungshof: Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und der Gesundheit im Straßenbau in Österreich (PDF), S. 57 (im PDF S. 19)