Mario Sedlak
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Viele Autos, viel Platzbedarf

Autos weltweit
1 3 3 2 7 1 5 8 6 7

(+5%/Jahr)[1]

Autos in Österreich
      4 8 4 4 0 3 5

(+1,1%/Jahr)[2]

Auto

Ich habe kein Auto – weil ich ganz einfach keines brauche:

  • Ins nächste Einkaufszentrum habe ich nur ein paar hundert Meter – da wäre ich mit dem Auto kaum schneller als zu Fuß.
  • In die Arbeit fuhr ich mit dem Fahrrad. Als mein Arbeitsplatz noch weiter weg war, fuhr ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Während der Stoßzeiten ist das Autofahren in einer Millionenstadt wie Wien nicht immer lustig.
  • Zu Zeiten geringerem Verkehrsaufkommen ist man mit dem Auto zwar tatsächlich oft schneller, rechnet man aber die Zeit mit, die man für tanken, Reinigung, Wartung, Reparatur, Kommunikation mit der Versicherung und dgl. aufwendet, dann haben Wenigfahrer, wie ich es wäre, unter dem Strich keine Zeitersparnis. Hinzu kommt:
    • Mit etwas Pech wird die bei einer Autofahrt eingesparte Zeit bei der Parkplatzssuche wieder "vernichtet" oder man gerät in einen Stau, der gleich 1 Stunde oder mehr kosten kann. Auch die Möglichkeit einer Panne darf man nicht außer Acht lassen.
    • Von einem Verkehrsunfall und wie viel Zeit der kosten kann, will ich gar nicht sprechen. Ich wünsche allen Autofahrern eine möglichst unfallfreie Fahrt.
    • Würde ich immer nur im Auto sitzen, müsste ich mehr Zeit dafür aufwenden, um auf das gesundheitlich notwendige Ausmaß an Bewegung zu kommen, also jede Woche wandern, Rad fahren oder sogar ins Fitness-Studio gehen.
    • Der größte versteckte Zeitfresser beim Autofahren ist jedoch die Zeit, die man braucht, um das Geld zu verdienen, das das Auto in Anschaffung, Erhaltung und Betrieb kostet. Hier geht es um große Beträge, die in meinem Fall ein Auto vollkommen unwirtschaftlich machen.

Viele wollen ein Auto

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Warten im Stau

Die Österreicher besitzen mehr als 4,8 Millionen Autos, d. h. statistisch hat jeder 2. Einwohner ein eigenes Auto, und die Motorisierung nimmt immer noch zu (jedes Jahr 1–2% mehr Autos). Ich bezweifle, dass so viele Menschen auf ein Auto angewiesen sind. Sogar in Wien, wo man mit den Öffentlichen sehr gut unterwegs sein kann, gibt es 371 Autos je 1000 Einwohner.

In unserer Gesellschaft ist ein Auto nicht nur Fortbewegungsmittel, um von A nach B zu kommen, sondern auch ein Symbol für Kaufkraft, Erfolg, Konsumfreudigkeit und andere angesehene Dinge. Ein Generaldirektor, der ein billiges Auto fährt, ist verdächtig und muss sich rechtfertigen. Diese Symbolwirkung ist wahrscheinlich neben Bequemlichkeit und hohem Mobilitätsbedürfnis einer der Gründe, wieso nur eine Minderheit auf ein Auto verzichten will.

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Weblinks

Quellen

[1] Vgl. Schätzung des Verkehrsclub Österreich
[2] Statistik Austria: Kraftfahrzeuge – Bestand