Mario Sedlak
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Über meine Artikel

Dieser Artikel wurde im SOL-Magazin, Winter 2015/2016, S. 13f. veröffentlicht. Das SOL-Magazin ist eine Zeitschrift des "Nachhaltigkeitsvereins" SOL.


Fahrplan zur grünen Fernwärme

Über die Energiewende bei der Stromerzeugung wird viel geredet. Das Heizen verdient allerdings mindestens genauso viel Aufmerksamkeit, denn hier ist die Herausforderung vielleicht sogar noch größer.

In Österreich macht der Strom am gesamten Energieverbrauch nur 20% aus. Für das Heizen und Kühlen werden insgesamt 30% aufgewendet; 7% entfallen auf Fernwärme. Das klingt nicht nach viel, aber ein großer Teil der Fernwärme wird heute durch die Verbrennung von Erdgas gewonnen,[1] und bis spätestens 2050 müssen wir unsere CO2-Emissionen nahezu auf 0 reduzieren, um das Klima zu schützen. Wie können wir das fossile Gas ersetzen?

Möglichkeiten

Prognose

Wärmenetze wird es weiterhin geben, weil nur so Abwärme verwertet werden kann und weil Großanlagen effizienter sowie technisch einfacher sind. Um Hochhäuser in Städten rein dezentral mit Solarwärme oder Wärmepumpen zu versorgen, fehlt meist auch der Platz.

Das Ziel, bis 2050 ganz ohne fossiles Gas auszukommen, ist sehr ambitioniert und wahrscheinlich nur durch einen Mix von Maßnahmen zu erreichen. Ein konkretes Konzept gibt es selbst beim Verband "Erneuerbare Energie Österreich" noch nicht, wie dessen Sprecher Jurrien Westerhof einräumt. Auch der im Oktober 2015 präsentierte "Forschungsfahrplan", den der Klima- und Energiefonds beauftragt hat, ist vage. Klar ist, dass der Wärmebedarf massiv sinken muss. "Im Schnitt sind mindestens 50% Einsparung bei der Raumwärme erforderlich", meint Günter Wind von panSOL.

Weblinks

Quellen

[1] Statistik Austria laut F&E-Fahrplan Fernwärme und Fernkälte (PDF), S. 2
[2] ENTSO-E: Electricity in Europe 2013 (PDF, 2 MB), S. 5 (Net generation)
[3] Christian Holter: Solarwärme neu gedacht – Fernwärme für Europas Städte (PDF), Solarthermie, 3/2015, S. 20 (im PDF S. 2)