Mario Sedlak
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Dieser Artikel wurde im SOL-Magazin, Frühling 2021, S. 12 veröffentlicht. Das SOL-Magazin ist eine Zeitschrift des "Nachhaltigkeitsvereins" SOL.


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Am Gärtnerhof Ochsenherz

Wie geht es der "Wirtschaft des Wandels"?

Die Kapitalismus-Alternativen trotzen der Coronakrise mehr oder weniger gut.

48 solidarische Landwirtschaften gibt es derzeit in Österreich. Eine davon ist der Gärtnerhof Ochsenherz. Lorenz Glatz sen. berichtet von dort, dass die Ernteanteile heuer so früh wie noch nie ausverkauft waren. Erst ab Mai gibt es wieder freie Kistln.

Direktvermarkter in der Nähe von Städten müssen seit dem ersten Lockdown "durcharbeiten", um die große Nachfrage zu bewältigen, weiß Liesi Löcker von SOL Lungau. In ländlichen Tourismusgebieten ist hingegen das Ausbleiben der Gäste spürbar. Liesi und Peter Löcker verkaufen in ihrem Hofladen deutlich weniger und müssen auch weniger Brot für den Verkauf in Tamsweg backen. Ihre Ferienwohnungen blieben in den Lockdowns natürlich komplett leer. Gut, dass diese bereits abbezahlt sind, denn die staatlichen Entschädigungszahlungen sind gering, sagt Liesi.

Die Lust an Tauschkreisen ist Maria Prem und anderen Teilnehmern im Talentenetz Oststeiermark nicht vergangen. Zwar waren keine Tauschtreffen möglich, aber man hielt sich via Telefon am Laufenden und zur Übergabe der Waren traf man sich im Freien. Nur die Aufnahme neuer Mitglieder war durch die Einschränkungen praktisch nicht möglich.

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Zotters "essbarer Tiergarten"

Größere Firmen

Der Schokoladenhersteller Zotter erklärte auf Nachfrage von SOL, dass er nur im ersten Lockdown einige Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken musste. Im Sommer lief der Verkauf gut, sodass sogar neue Mitarbeiter eingestellt werden konnten. Die Zukunft von Zotters "essbarem Tiergarten" ist gesichert: Wenn es erlaubt ist, kann am 1. Mai die 10-Jahres-Feier mit Bauerngolf stattfinden.

Dem Waldviertler Schuh- und Möbelhersteller Gea hat der Lockdown im Frühling "weh getan": Trotz sehr guten Verkäufen im Juli blieben 14 000 Paar Sandalen im Lager und blockierten den Platz für neue Ware. Da die Luft "dünn wurde", hat die Firma erstmals seit Jahren ihre Verkaufspreise erhöht.