Mario Sedlak
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Über meine Artikel

Dieser Artikel wurde im SOL-Magazin, Frühjahr 2015, S. 11 veröffentlicht. Das SOL-Magazin ist eine Zeitschrift des "Nachhaltigkeitsvereins" SOL.


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Mein bisher weitester Radausflug: in 12 Tagen 1000 km von Wien nach Berlin

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So verstaue ich mein Gepäck auf mehrtägigen Radtouren.

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Das Fahrrad ist ein Verkehrsmittel für jede Jahreszeit.

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Ausflug auf einer Radroute

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Bikefestival vom Fahrradverein Argus

Radfahren ist schön

Ein Erfahrungsbericht von Mario Sedlak

Immer mehr Menschen sind mit dem Fahrrad unterwegs – nicht nur, weil der Frühling kommt, sondern auch von Jahr zu Jahr. Es spricht sich herum, dass auf vielen Strecken das Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel ist. Außerdem ist Radfahren gesund, effizient und umweltfreundlich. Aber es macht auch viel Spaß, aus eigener Kraft voranzukommen. Als Radfahrer kann ich wirklich sagen: "Ich bin gefahren" – und noch dazu mit 100% erneuerbarer Energie!

Seit 7 Jahren trete ich regelmäßig in die Pedale. Fast alle Wege erledige ich mit dem Fahrrad. Ich mache auch gerne längere Radtouren ins Umland oder in andere Länder. So habe ich schon 30 000 km zurückgelegt. Eine Radreise ist ideal, um eine Gegend kennenzulernen. Ich kann (fast) überall, wo es mir gefällt, stehen bleiben und die Natur genießen oder ein Foto machen.

Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, wenn ich an Orte komme, von denen viele Menschen glauben, dass man sie nur mit dem Auto erreichen kann. In Vorarlberg habe ich in einem kleinen Dorf ein Pärchen um die 60 getroffen, die ganz auf ein Auto verzichten, obwohl das die Nachbarn für unmöglich hielten. Mit dem Rad kann man problemlos einkaufen fahren, wenn man will. Dazu reicht schon ein Rucksack, aber es gibt auch große Fahrradtaschen für den Gepäckträger. Wenn ich noch mehr Stauraum brauche, verwende ich zusätzlich eine Reisetasche, die ich an der Sattelstange einhänge, sodass sie nicht herunterfällt.

Ich radle bei jedem Wetter. Auch im Winter ist der Drahtesel – bei angepasster Fahrweise – ein sicheres und vollwertiges Verkehrsmittel. Deswegen feiert die Radlobby jedes Jahr am 1. Jänner die "Saisoneröffnung".

Radfahren kann man leicht lernen. Um nicht umzufallen, muss man nur in die Richtung lenken, in die man zu kippen droht. Am Anfang war ich schon nach ein paar Kilometern erschöpft, aber die Fitness steigert sich rasch, wenn der Körper merkt, dass mehr Leistung gebraucht wird. Übung macht viel mehr aus als ein teures Rad. Sogar am Rücken sind meine Muskeln kräftiger geworden. Offenbar werden diese durch die leicht nach vorn gebeugte Haltung am Fahrrad trainiert. Diese Muskeln stützen die Wirbelsäule und somit habe ich ohne zusätzlichen Zeitaufwand auch für die etwas gemacht.

Radfahren ist eine schonende Sportart. Gelenke werden nicht übermäßig beansprucht. Nur die Hose wetzt sich relativ schnell auf. Eine schöne, teure ist daher zum Radfahren nicht empfehlenswert. Auch eine gepolsterte Radlerhose verwende ich nicht. Ein weicher Sattel tut's auch.

Radkarten gibt's bei vielen Gemeinden, Tourismusbüros, im Fachhandel sowie im Internet, wo man aber oft länger suchen muss, bis man alle Informationen hat. Wenn's noch Fragen gibt, geben die meisten Radfahrer (mich eingeschlossen) gerne Auskunft.

Siehe auch

Weblinks

Gastfreundschaftsnetzwerke

(privat übernachten und selbst Radfahrer aufnehmen)