Mario Sedlak
Strom
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Energie
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Stromspeicherung

Erzeugung und Verbrauch von Strom sind nicht immer deckungsgleich. Es besteht der Bedarf, die Überschüsse zu Zeiten geringen Verbrauchs zu speichern und zu Zeiten hoher Stromnachfrage wieder in das Stromnetz einzuspeisen. Auch die Netzregelung braucht die Möglichkeit, überschüssigen Strom aus dem Netz zu entnehmen.

Strom an sich lässt sich jedoch leider nicht in großem Maßstab speichern. Er muss zur Speicherung in eine andere Energieform umgewandelt werden. Dazu gibt es viele Möglichkeiten, und ich finde es erstaunlich, dass die älteste bis heute immer noch die beste ist: Pumpspeicherkraftwerke speichern Strom, indem sie Wasser in eine höhere Lage bringen. Dieses primitive Prinzip ist trotz aller technischen Fortschritte noch immer unübertroffen.

Alternativen

Stromspeicherung bedeutet immer Energieverlust. Ohne Stromspeicher müsste man jedoch Windkraftwerke bei Stromüberschuss vom Netz nehmen und mehr Wärmekraftwerke bauen, die bei Strommangel einspringen können. Das führt ebenfalls zu Verlusten.

In den Niederlanden wurde früher bei Stromüberschuss manchmal die Straßenbeleuchtung auch am Tag eingeschaltet.[1]

Brauchen wir neue Speichertechnologien?

Wie viele Studien zur Stromzukunft zeigen, lassen sich 100% Ökostrom auch ohne revolutionäre neue Formen der Stromspeicherung verwirklichen. Dazu ist ein Zubau an Pumpspeicherleistung sowie ein Stromnetzausbau nötig. Die Energiespeicherung ist – entgegen weit verbreiteter Ansicht – kein zentrales Problem, das den Einsatz erneuerbarer Energien mit schwankender Stromerzeugung prinzipiell begrenzt.

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Versorgungssicherheit beim Strom

Weblinks

Quellen

[1] Tennet (im Webarchive): Frequently Asked Questions – Operational management, "Why are the streetlights sometimes lit during the day?" (englisch, Javascript erforderlich)