Mario Sedlak
Strom
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Wasserkraftwerk Altenwörth an der Donau

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Dieser Wasserfall fließt normalerweise durch die Turbine des Kraftwerks.

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Wasserkraftwerk Freudenau an der Donau in Wien

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Strom-Bojen in der Wachau, wo die Donau nicht gestaut ist, sondern frei fließt

Wasserkraftwerke

Funktionsweise

Jedes Wasserkraftwerk nach üblicher Bauart braucht eine Staumauer. Früher hatte ich geglaubt, wenn ein Fluss zur Energiegewinnung genutzt wird, dann hängt man Turbinen ins Wasser, sodass sie von der Strömung des fließenden Gewässers angetrieben werden – vielleicht so ähnlich wie ein altmodisches Schaufelrad. Sogar in einem Zeitungsbericht und Vorlesungsskriptum habe ich schon gelesen, dass Wasserkraftwerke die Bewegungsenergie des Wassers nutzen. Wenn das stimmt, wieso mussten dann die österreichischen Donaukraftwerke beim Hochwasser 2002 zeitweise abschalten, sodass ihre Gesamtleistung bis auf 10% zurückging? Die steirischen Murkraftwerke wurden beim Hochwasser 2012 komplett abgeschaltet.

Tatsächlich nutzen Wasserkraftwerke die Höhendifferenz des Wasserspiegels vor und hinter der Staumauer. Nur wenn das Wasser auf ein tieferes Niveau fließen kann, erzeugt es einen ausreichend hohen Druck, sodass eine Turbine hoher Leistung angetrieben werden kann. Erst wenn man das weiß, wird einem unmittelbar einsichtig:

Varianten

Zwischen diesen beiden Varianten gibt es einen kontinuierlichen Übergang.

Alternativen

Man kann auch eine Art Windrad unter Wasser stellen. Es wird durch die Strömung angetrieben und erzeugt Strom ohne Staumauer – allerdings nur rund ein Tausendstel so viel wie ein konventionelles Wasserkraftwerk. Um auf die gleiche Leistung zu kommen, müsste man also tausend solcher "Unter-Wasser-Windräder" im Fluss platzieren. Ob das dann noch so unbedenklich ist, bezweifle ich. Solche alternativen Formen der Wasserkraftnutzung sind für mich daher keine aussichtsreiche Zukunftstechnologie. Sie werden meiner Einschätzung nach nur eine Nebenrolle spielen.

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Umweltwirkungen von Wasserkraftwerken

Weblinks