Mario Sedlak
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Ökostrom

Unter Ökostrom versteht man Strom, der aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wurde. Andere Definitionen, wonach große Wasserkraftwerke ausgenommen und/oder Gaskraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung eingeschlossen sind, werden meinem Eindruck nach nur noch selten verwendet. Die Umweltwirkungen von Ökostrom können durchaus erheblich sein, sind aber i. A. weniger gravierend als die von konventionellen Kraftwerken.

Potenzial

1993 erschien eine große Werbeanzeige der deutschen Stromwirtschaft mit der Behauptung:

Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als 4 Prozent unseres Strombedarfs decken

Eine krasse Fehleinschätzung! Heute haben erneuerbare Energien in Deutschland bereits einen Anteil von 29% an der gesamten Stromproduktion.

Theoretisches Potenzial

Praktisch

Auch "unerschöpfliche" Energiequellen lassen sich in der Praxis nur begrenzt ausbauen:

Zukunft

100% Ökostrom wären technisch und wirtschaftlich heute bereits möglich, wenn das Stromnetz massiv ausgebaut wird. Beliebter wären dezentrale Kraftwerke mit lokalen Stromspeichern, aber damit würde sich die Effizienz verschlechtern und die Kosten würden drastisch ansteigen.

In ganz Europa wird die Ökostrom-Produktion weiter ausgebaut. Ein maximaler Ökostrom-Ausbau ohne gleichzeitige Anstrengungen zum Stromsparen ist jedoch nicht zielführend. Wenn das Stromverbrauchswachstum so weitergeht wie bisher, bleibt die Ökostrom-Förderung ein Tropfen auf den heißen Stein. – Alle bisher in Europa gebauten Ökostrom-Kraftwerke decken kaum mehr als den jährlich steigenden Bedarf an Strom!

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Argumente pro und contra Ökostrom

Siehe auch

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