Mario Sedlak
Wissenschaftstheorie
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Wissenschaftstheorie

Die Wissenschaftstheorie beantwortet nicht die Frage: "Was wissen wir von der Welt?", sondern

Die Antworten auf diese Fragen klingen ziemlich "abgehoben", sind aber zugleich die Grundlage von allem. Wie viele andere konnte auch ich am Anfang mit wissenschaftstheoretischen Erörterungen nichts anfangen. Manches erschien mir offensichtlich, anderes ungenau, unklar oder wie Haarspalterei. Vieles, was Philosophen zu dem Thema schreiben, erscheint mir auch heute noch übertrieben kompliziert dargestellt. Auf meiner Website möchte ich das Thema einfacher darlegen, damit es möglichst jeder verstehen kann, denn es ist ein wichtiges Thema, über das jeder Bescheid wissen sollte.

Die Wissenschaftstheorie ordne ich zwischen Philosophie und Wissenschaft ein.

Grundlegende Fragen

Diskussionen über Grenzwissenschaft und Glaube führen immer wieder auf Fragen wie:

Missverständnisse

Was Wissenschaft ist und wie sie sich von unwissenschaftlichen Denkweisen unterscheidet, davon hat die breite Mehrheit an Leuten keine klare Vorstellung. Selbst von Lehrern und Berufswissenschaftlern kann man dazu die verschiedensten Ansichten hören. Viele Kritikpunkte gehen auf falsche Vorstellungen von Wissenschaft zurück.

Beispiele

  • Die Wissenschaft beruht ja auch nur auf (willkürlichen) Annahmen.
Ich sehe nur eine einzige Annahme: aus Erfahrung kann man lernen. Alles andere ist prinzipiell hinterfragbar.
  • Naturgesetze kommen so ähnlich zustande wie Gesetze im Parlament: Die Wissenschaftler stimmen halt ab – "wahr" ist das, was die Mehrheit für wahr hält.
Das ist nicht ganz falsch, aber weil es auch Beobachtungen und Experimente gibt, können die Wissenschaftler nicht völlig beliebig "abstimmen" und an offensichtlich widerlegten Theorien nicht ewig festhalten.
  • Alles, was nicht beobachtbar und beweisbar ist, existiert für einen Wissenschaftler nicht.
Etwas Unbeobachtbares mag schon existieren, aber wir können nichts davon wissen. Reine Spekulationen, die man nicht überprüfen kann, sind für einen Wissenschaftler uninteressant.
  • Die Wissenschaft akzeptiert nur das, was beliebig wiederholbar ist.
Nein, die Wiederholbarkeit ist keine zentrale Forderung.
  • Die Wissenschaft will alles so streng beweisen wie in der Mathematik, aber das geht nun mal nicht.
In der Wissenschaft bedeutet ein Beweis etwas anderes und ist nicht unbedingt nötig. Auch was sich nicht streng beweisen lässt, kann wissenschaftlich untersucht werden. Man muss nur entsprechend vorsichtig bei seinen Schlussfolgerungen sein.
  • Die Wissenschaft kann gar nichts beweisen. Es ist also auch nur ein Glaube.
Ein logisch zwingender Beweis wie in der Mathematik ist bei Aussagen über die Wirklichkeit nicht möglich. Wissenschaftliche Aussagen sind Vermutungen, die sich mehr oder weniger bewährt haben.
  • Die Wissenschaft verkauft unbewiesene Theorien der ahnungslosen Öffentlichkeit als Tatsachen.
In der Wissenschaft wird sehr genau zwischen gesicherten Erkenntnissen, Hypothesen und Spekulationen sowie zwischen Modell und Wirklichkeit unterschieden. Dass dies in der Praxis nicht von jedem Wissenschaftler korrekt gehandhabt wird, ist eine andere Sache und darf zurecht kritisiert werden.

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