Mario Sedlak
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Psychologie

Viele wollen gerne andere Menschen besser verstehen. Mit der Psychologie ist das möglich, aber nur sehr eingeschränkt, weil jeder Mensch individuell ist und sein Verhalten nicht mit Gewissheit vorausgesagt werden kann. Deswegen sind psychologische Erkenntnisse nicht vergleichbar mit den Erkenntnissen einer Naturwissenschaft wie der Physik. Das heißt aber nicht unbedingt, dass die Psychologie eine weniger exakte Wissenschaft als die Physik ist oder weniger genau arbeitet. Es liegt am Untersuchungsgegenstand. Wenn jedes Teilchen einen eigenen Willen hätte, könnte auch die Physik nicht viel aussagen.

Einschränkungen

Alle Aussagen über Menschen sind mehr oder weniger Aussagen über das durchschnittliche Verhalten von Menschen oder das wahrscheinlichste Verhalten eines Menschen. Es ist meines Erachtens selbstverständlich, dass keine Aussage buchstäblich für alle Menschen gilt. Irgendwo auf der Welt gibt es immer ein Gegenbeispiel. Meines Erachtens braucht man diese Einschränkungen nicht mit jedem Satz zu wiederholen. Kritiker suchen meiner Erfahrung nach jedoch gezielt nach solchen scheinbaren Vorurteilen oder unzulässigen Verallgemeinerungen und machen damit eine Diskussion meines Erachtens unnötig kompliziert.

Möglichkeiten

Trotz aller Einschränkungen gibt es in der Psychologie aber durchaus auch handfeste Ergebnisse. Ein Beispiel ist die Frage, ob Intelligenz angeboren oder erlernt ist. Dazu verglichen Psychologen Kinder, die bei ihren Eltern aufwuchsen, mit Kindern derselben Eltern, die von einer anderen Familie großgezogen wurden. Sie maßen die Intelligenz der Kinder und berechneten die Korrelation zwischen den Gruppen:

bei denselben Eltern in getrennten Umgebungen
eineiige Zwillinge 0,90 0,75
sonstige Geschwister 0,60 0,40

Aus diesen Zahlen kann man abschätzen, dass die Intelligenz zur Hälfte bis zu zwei Dritteln auf die Umwelt zurückgeht.[1]

Solche konkreten Aussagen gefallen mir sehr gut. Abstrakte Unterteilungen oder rein theoretische Überlegungen finde ich hingegen weniger interessant.

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55-38-7-Regel

Weblinks

Literatur

Zeitschriften

Quellen

[1] Wilhelm Arnold u. a.: Lexikon der Psychologie, 5. Aufl. 1988, Spalte 1002