Mario Sedlak
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Durchschnittlicher Strombedarf in Österreich
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Stromverbrauchswachstum

Immer wieder hört man solche Meldungen:

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In der Wohnhausanlage, wo ich wohne, wurden 2008 die Stromleitungen verstärkt, weil sich der Verbrauch in den letzten 40 Jahren vervielfacht hat.

Man könnte denken, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis alle Haushalte (und andere Stromverbraucher) mit umweltfreundlichem Ökostrom versorgt sind. Das ist jedoch ein Irrtum!

Tatsächlich ist in Österreich trotz Errichtung einer großen Zahl von Windrädern und anderer Ökostrom-Kraftwerke der Anteil nachhaltiger Stromproduktion gesunken. Wurden 1997 noch 70% des Stroms aus erneuerbarer Energie (haupts. Wasserkraft) erzeugt, sind es 10 Jahre später nur mehr 62,5%.[1]

Wachstum ohne Ende

Ursache für die bislang noch nicht geglückte Energiewende ist die permanent ansteigende Nachfrage nach Strom. In Österreich wächst sie um 2% pro Jahr. Wäre der Stromverbrauch seit 1997 gleich geblieben, würden heute bereits knapp 80% unseres Stroms aus erneuerbaren Quellen kommen. So aber haben wir erst wenige Wärmekraftwerke überflüssig gemacht.

Und das Stromverbrauchswachstum scheint immer weiter zu gehen. Seriöse Studien prognostizieren eine Steigerung der Stromerzeugung

  • innerhalb der EU: von 2898 TWh/Jahr im Jahr 2000 auf 3988 TWh/Jahr im Jahr 2020 (+38% = +1,6% pro Jahr)
  • weltweit: von 15 400 TWh/Jahr im Jahr 2000 auf 28 000 TWh/Jahr im Jahr 2020 (+82% = +3% pro Jahr)

Gerade auch die Haushalte verbrauchen – trotz erheblicher Effizienzverbesserungen – immer mehr Strom: +30% von 1990 bis 2006

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Weblinks

Quellen

[1] E-Control: Ökostrombericht 2007 (PDF, 2 MB), S. 71f.