Mario Sedlak
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Regelung des Stromnetzes

Im Stromnetz muss zu jeder Zeit Erzeugung und Verbrauch gleich groß sein, denn das Netz selbst kann keinen Strom speichern.

Beides ist schlecht, denn die Kraftwerke wie auch viele Stromverbraucher sind genau auf die Frequenz von 50 Hz ausgelegt. Schon bei Abweichungen von 1–2 Hz können zerstörerische mechanische Schwingungen auftreten. Aus Sicherheitsgründen gehen daher die Kraftwerke vom Netz, wenn die Frequenz zu weit absinkt oder ansteigt. In dem Fall droht dann ein großflächiger Stromausfall.

Das muss durch die Netzregelung unbedingt vermieden werden. Im Falle des europäischen Netzes heißt das, dass bei Ausfall eines großen Kraftwerks binnen weniger Sekunden ausreichender Ersatz eingespeist werden muss.

Leistungsreserven

Für die Netzregelung in Österreich werden Kraftwerke mit folgenden Leistungen bereitgehalten:

±64 MW

±200 MW

Regelkraftwerke in Betrieb (können innerhalb von Sekunden reagieren)
+280 MW
–170 MW
Regelkraftwerke betriebsbereit (aktivierbar innerhalb von Minuten)

Das ist erstaunlich wenig, wenn man bedenkt, dass der Spitzenstrombedarf in Österreich über 9000 MW beträgt. Möglich ist das nur, weil der Stromverbrauch sehr genau vorausgesagt werden kann. Für die Windkraftwerke mit einer Spitzenleistung von rund 2000 MW gilt das nicht, und es wundert mich, dass sich das ausgeht.

Die E-Control drängt aus Kostengründen auf möglichst kleine Reserven.

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