Mario Sedlak
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Technische Probleme auf der Hermes-Website

Tagelang wurde ich unter www.myhermes.at auf eine Fehlerseite verwiesen, wo behauptet wurde, dass der Service derzeit nicht zur Verfügung steht. Seltsamerweise konnte ich aber zur gleichen Zeit von einem älteren Rechner aus problemlos zugreifen. Nur mein neuerer Rechner mit aktuellen Versionen der Browser Chrome und Firefox wurde fälschlicherweise auf die Fehlerseite geleitet.

Als ehemaliger Web-Entwickler missfiel mir einiges auf der Hermes-Website (im Jahr 2013) sehr. Ein Punkt waren die umständlich langen Adressen der Webseiten, die zudem offenbar ein Ablaufdatum haben. Dadurch konnte man sich z. B. kein Lesezeichen zu den Hermes-Verpackungsrichtlinien im Browser abspeichern. Außerdem kommt es vor, dass die langen Adressen von "Norton Internet Security", Firewalls oder Werbeblockern gesperrt werden, wie Hermes in den eigenen FAQs berichtete. Das sind vermeidbare Probleme.

Es gibt technisch keinerlei Grund, wieso die Inhalte der Hermes-Website unter komplizierten, zufälligen Adressen erreichbar sein sollten. Vielmehr muss das extra so programmiert worden sein, und über die Gründe hierfür kann ich nur spekulieren. Als verantwortlicher Manager würde ich jedenfalls diejenigen, die für diese mutwillige Beschädigung von Browser-Funktionen verantwortlich sind, in hohem Bogen hinauswerfen.

Dass Javascript eingeschaltet werden muss, um alle Texte lesen zu können, trifft heutzutage leider für viele Websites zu. Hermes behauptet jedoch:

Es besteht kein Sicherheitsrisiko, wenn Sie beim Besuch der Hermes-Webseiten JavaScript einschalten.

Das ist leider gefährlicher Humbug, denn keine Software und insbesondere kein Webserver ist 100% sicher vor Angriffen. Wenn Hacker einen Webserver kapern, können sie diesen so umprogrammieren, dass er den ahnungslosen Besuchern ein Schadprogramm unterjubelt. Dieses benötigt meist Javascript zur Ausführung. Wenn Javascript aktiviert ist, können Hacker im schlimmsten Fall dann (heimlich) die volle Kontrolle über den PC des Besuchers übernehmen. Dann können sie ihn ausspionieren und seinen PC für kriminelle Aktionen verwenden, ohne dass er etwas davon ahnt. Ich habe daher Javascript standardmäßig beim Surfen ausgeschaltet. Man kann Websites problemlos auch so programmieren, dass der Abruf von Informationen ohne Javascript möglich ist.

Seltsam erscheint mir als Webentwickler auch, wieso sich Hermes genötigt sah, in seinen FAQs vor der Verwendung des "Zurück"-Buttons abzuraten und wieso er meinte, dass seine Website in den Browsern Opera, Safari und Chrome nicht richtig angezeigt werden muss. Ein gutes, einfaches Webdesign würde ohne großen Aufwand in allen modernen Browsern funktionieren.

Mein Fazit

Die Zustellung des Pakets hat geklappt, aber einen ganz professionellen Eindruck macht(e) die Firma auf mich nicht.

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