Mario Sedlak
Maßeinheiten
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Maßeinheiten für das Tempo von Musik

Musik wird in Form von Noten mit unterschiedlichen Zeitdauern aufgeschrieben. Wie lange eine Note in Sekunden(bruchteilen) dauert, muss/kann dabei noch extra definiert werden. Hierfür gibt es diese Maßeinheiten:

Abk. Definition und Anmerkungen
  • Beats per Minute (englisch für "Schläge pro Minute")
bpm

Ich habe geglaubt, dass mit "Beats" die hörbaren Trommelschläge (in Discomusik) gemeint sind, aber meistens ist ein Schlag eine Viertelnote. Bei diesen kann man noch gut mitzählen. Es können aber auch drei Achtelnoten oder eine Achtelnote als "Schlag" gezählt werden. (Mit "Schlag" sind "Schläge eines Metronoms" gemeint.)

Logischer und klarer wäre die Abkürzung Viertelnote/min oder Achtelnote/min statt bpm, aber die ist nicht üblich. Eher: Viertelnote = 90 (z. B.)

  • Takte pro Minute
TPM Ein Takt umfasst z. B. zwei, drei oder vier Viertelnoten; meist für ein ganzes Lied konstant. Problematisch ist dabei oft die Unterscheidung zwischen Zwei- und Vier-Viertel-Takt: Hört man den falschen Takt, ist die Zahl der Takte um den Faktor 2 falsch.

Größenordnungen

40–60 bpm langsame Musik[1]
60–80 bpm normales Zeitmaß[2]
80–140 bpm schnelle Musik
140–1000 bpm hauptsächlich in elektronisch erzeugter Musik, jedoch werden in Discos kaum 140 bpm überschritten – "Es scheint so, dass bei diesem exstatischen Tempo von den Tänzern keine Steigerung mehr erwünscht ist".

Spitzenmusiker können bis zu 10 Noten pro Sekunde spielen. Das bedeutet:

Kritik

(Manche) Musiker wehren sich gegen eine exakte Festlegung des Tempos: Dieses könne für eine Sopranstimme zu langsam und für eine Bassstimme zu schnell sein ...[3]

Weiter

Maßeinheiten für Radioaktivität und energiereiche Strahlung

Weblinks

Quellen

[1] Werner Neumann (Hrsg.): Katechismus der Musik. Als Neubearbeitung und Erweiterung des gleichnamigen Werkes von J. C. Lobe. Wiesbaden: Breitkopf & Härtel, 1975 (1.? Aufl. 1950), S. 55
[2]
  • Werner Neumann (Hrsg.): Katechismus der Musik. Als Neubearbeitung und Erweiterung des gleichnamigen Werkes von J. C. Lobe. Wiesbaden: Breitkopf & Härtel, 1975 (1.? Aufl. 1950), S. 55
  • Die Musik. Ein Sachlexikon der Musik. Mannheim: Bibliographisches Institut, 1979, S. 384
[3] Kurt Pahlen: Musik hören, Musik verstehen. Eine Plauderei mit dem Musikliebhaber. Zürich: Schweizer Verlagshaus AG, 1976, S. 113

Seite erstellt am 3.9.2020 – letzte Änderung am 12.10.2021