Maßeinheiten für das Tempo von Musik
Musik wird in Form von Noten mit unterschiedlichen Zeitdauern aufgeschrieben. Wie lange eine Note in Sekunden(bruchteilen) dauert, muss/kann dabei noch extra definiert werden. Hierfür gibt es diese Maßeinheiten:
Abk. | Definition und Anmerkungen | |
---|---|---|
| bpm |
Ich habe geglaubt, dass mit "Beats" die hörbaren Trommelschläge (in Discomusik) gemeint sind, aber meistens ist ein Schlag eine Viertelnote. Bei diesen kann man noch gut mitzählen. Es können aber auch drei Achtelnoten oder eine Achtelnote als "Schlag" gezählt werden. (Mit "Schlag" sind "Schläge eines Metronoms" gemeint.) Logischer und klarer wäre die Abkürzung |
| TPM | Ein Takt umfasst z. B. zwei, drei oder vier Viertelnoten; meist für ein ganzes Lied konstant. Problematisch ist dabei oft die Unterscheidung zwischen Zwei- und Vier- |
Größenordnungen
40–langsame Musik[1]
| 60– | normales Zeitmaß[2]
| 80– | schnelle Musik
| 140– | hauptsächlich in elektronisch erzeugter Musik, jedoch werden in Discos kaum 140 bpm überschritten – "Es scheint so, dass bei diesem exstatischen Tempo von den Tänzern keine Steigerung mehr erwünscht ist".
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Spitzenmusiker können bis zu 10 Noten pro Sekunde spielen. Das bedeutet:
- Aufeinanderfolgende Vierundsechzigstelnoten sind bis 38 bpm spielbar (wenn mit den Beats Viertelnoten gezählt werden).
- Aufeinanderfolgende Zweiunddreißigstelnoten bis 75 bpm
- Aufeinanderfolgende Sechzehntelnoten bis 150 bpm
Kritik
(Manche) Musiker wehren sich gegen eine exakte Festlegung des Tempos: Dieses könne für eine Sopranstimme zu langsam und für eine Bassstimme zu schnell sein ...[3]
Weiter
Weblinks
- Wikipedia: Klassische Tempobezeichnungen – Ohne Zahlen, daher nur grobe Angabe und keine Maßeinheit
Quellen
[1] | Werner Neumann (Hrsg.): Katechismus der Musik. Als Neubearbeitung und Erweiterung des gleichnamigen Werkes von J. C. Lobe. Wiesbaden: Breitkopf & Härtel, 1975 (1.? Aufl. 1950), S. 55 |
[2] |
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[3] | Kurt Pahlen: Musik hören, Musik verstehen. Eine Plauderei mit dem Musikliebhaber. Zürich: Schweizer Verlagshaus AG, 1976, S. 113 |