Mario Sedlak
Umweltschutz
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Kondensstreifen können einen großen Teil des Himmels bedecken.

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Kondensstreifen beschatten die Erde.

Umweltwirkungen von Kondensstreifen

Kondensstreifen von Flugzeugen

Ersteres kühlt die Erde, Letzteres verstärkt den Treibhauseffekt, der den Klimawandel verursacht. Welcher Effekt überwiegt, war lange unbekannt. Inzwischen scheint klar zu sein, dass die hohen, dünnen Wolken im Durchschnitt erwärmend wirken.[1] Nur über das Ausmaß der Erwärmung gibt es noch Unsicherheit. Um die zu reduzieren, finden Forschungsflüge statt.

Über Europa bedecken linienförmige Kondensstreifen

Die nächtlichen Kondensstreifen tragen eindeutig zur globalen Erwärmung bei. Nur 1/4 der Flüge finden bei Dunkelheit statt, aber laut einer Studie gehen mindestens 60–80% der gesamten Klimawirkung von Kondensstreifen auf sie zurück.

Schwer zu messen ist der Einfluss der Kondensstreifen, die zu großen Wolken heranwachsen, denn diese lassen sich auf Satellitenbildern kaum mehr von natürlichen Wolken unterscheiden. Eine theoretische Studie ergab, dass in Mitteleuropa bis zu 10% des Himmels von gealterten Kondensstreifen bedeckt sind[2] und dass die Erwärmungswirkung durch die Veränderungen an der Bewölkung sogar größer als durch das ausgestoßene Kohlendioxid sein kann. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass die Kondensstreifen nach Stunden, höchstens Tagen vom Himmel verschwinden, während das Kohlendioxid Jahrtausende in der Luft bleiben kann. Momentan wärmen die Kondensstreifen vielleicht stärker, aber in der Summe über Jahrtausende sind sie wohl vernachlässigbar.

Weil Kondensstreifen am Tag eher kühlend wirken und in der Nacht erwärmend, verringern sie die durchschnittliche Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht. Das konnte gemessen werden, als nach dem 11.9.2001 in den USA für 3 Tage ein Flugverbot galt. Die Aussagekraft dieser Messungen ist allerdings gering, da es sich um eine einmalige Momentaufnahme handelt. Die verringerte Temperaturspanne hat meines Wissens auch keine bedeutenden Auswirkungen auf die Umwelt.

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Weblinks

Quellen

[1]
[2] Global radiative forcing from contrail cirrus (PDF), Nature Climate Change, 1/2011, S. 54 (im PDF S. 1) – Berechnet mit einem Modell des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)