Mario Sedlak
Umweltschutz
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Gibt es einen Klimawandel, weil die Wolken weniger werden?

Zunahme des blauen Himmels

Daten der NASA belegen, dass es in den 1980er Jahren mehr Wolken als heute gegeben hat. Klimaskeptiker behaupten, dass dies den Klimawandel erklärt.

Was ist von der Theorie zu halten?

Die Wolkenbedeckung scheint tatsächlich mit der globalen Temperatur zu korrelieren:

Das ist aber keine sensationelle Neuigkeit, sondern lässt sich im Weltklimabericht nachlesen, wonach die Wolken im langjährigen Trend zu einer Abkühlung führten, die der globalen Erwärmung entgegenwirkte.

Die Zunahme der Bewölkung im Laufe der Jahrzehnte kann man mit der zunehmenden Luftverschmutzung erklären. Vereinfacht gesagt: mehr Schwebstoffe = mehr, aber kleinere Tropfen = hellere Wolken. Seit den 1990ern wird die Luft dank besserer Abgasfilter wieder sauberer und man beobachtet auch bei den Wolken keinen Abkühlungstrend mehr.

Die "Zunahme des blauen Himmels" ist also nicht die Ursache der globalen Erwärmung, sondern nur die Rückkehr zum normalen Zustand, nachdem der Mensch zuvor eine zunehmende "globale Verdunkelung" verursachte.

Widersprüche

Was die Theorie des blauen Himmels nicht erklären kann:

Mein Fazit

Von den "Entdeckungen" und "Widerlegungen" der Klimaskeptiker ist genauso viel zu halten wie von Leuten, die eine unerschöpfliche Quelle von "freier Energie aus dem Hyperraum" entdeckt oder die Einsteinsche Relativitätstheorie widerlegt haben wollen. Meine Sammlung von Fakten über den Klimawandel muss ich nicht umschreiben.

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Stickoxide

Quellen

[1] Deutsches Umweltbundesamt: Klimawandel. Festhalten an der vorgefassten Meinung? Wie stichhaltig sind die Argumente der Skeptiker? (PDF, 1 MB), S. 19 (im PDF S. 21)
[2] Stefan Rahmstorf: Anthropogenic Climate Change: Revisiting the Facts (PDF), S. 14f.