Mario Sedlak
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Legionellen

Legionellen sind Bakterien, die in Wasser häufig vorkommen. Vor ihnen herrscht eine regelrechte Panik, denn unter gewissen Umständen können sie eine schwere Lungenentzündung hervorrufen, die sogar tödlich ausgehen kann. Wenn solche Fälle bekannt werden, berichten die Zeitungen und andere Medien groß darüber. In meinem Bekanntenkreis und in Diskussionsforen wissen viele, dass man deshalb den Warmwasserspeicher auf mindestens 60°C einstellen soll. Erst da werden etwaig vorhandene Legionellen abgetötet.

Wo lauert die Gefahr?

Ich habe ausführlich recherchiert, wie groß das Problem wirklich ist.

Bei mir zuhause habe ich nur sehr kurze Warmwasserleitungen und in denen steht das Wasser kaum länger als ein paar Tage. Ich sehe daher keinen Grund, die Temperatur meines Warmwasserspeichers von 30°C auf 60°C zu erhöhen, was meinen Energieverbrauch und meine Energiekosten mehr als verdoppeln würde. Nach einem mehrwöchigen Urlaub oder wenn ich schwer krank bin, kann ich ja immer noch 60°C einstellen.

Ein gesunder Mensch muss nicht in vollkommen keimfreiem Umfeld leben. Wahrscheinlich hast auch du schon unzählige Legionellen eingeatmet, ohne daran erkrankt zu sein. Für ein gesundes Immunsystem ist eine gewisse Anzahl von Krankheitserregern kein Problem. Im Gegenteil: Wenn es keine Eindringlinge findet, dann könnten Allergien entstehen.

Vorsichtsmaßnahmen

Wer glaubt, in seinem Warmwasserspeicher mindestens 60°C einstellen zu müssen, der sollte konsequenterweise auch folgendes tun:

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Spionierende Haushaltsgeräte – Auch bei dir zuhause?

Weblinks

Quellen

[1] Nationale Referenzzentrale für Legionella-Infektionen: Jahresbericht 2013 (PDF), S. 8
[2] Deutsche Verbraucherzentrale: Solaranlagen für Warmwasser und Heizung (PDF, 2 MB), S. 2