Mario Sedlak
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Politik

Ohne „Vorkämpfer“ sind auch von der Politik keine großen Schritte zu erwarten. Wenn alle 63%, die in Umfragen sagen, dass sie Atomstromimporte ablehnen und für Strom aus erneuerbarer Energie auch etwas mehr bezahlen würden, zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln, hätte das eine gewaltige Wirkung auf die Politik. Tatsächlich beziehen nur ca. 1% der Haushalte reinen Ökostrom. Das ist wie eine Volksabstimmung, bei der 99% der Menschen dafür stimmen, dass der Strom möglichst billig sein soll.

Ein Politiker, der einen rascheren Ausbau der Ökostrom-Produktion fordert, muss sich in Verhandlungen anhören, dass 99% der Menschen etwas anderes wollen und wird sich nicht durchsetzen. So geschah es 2005, als Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und Gewerkschaften eine drastische Verschlechterung des Ökostrom-Gesetzes forderten und auch bewirkten.

Selbst wenn ein Politiker in die Lage kommt, mutige Entscheidungen zu treffen – etwa eine massive Verteuerung von Energie –, kann er die nicht einfach umsetzen. Wenn er gegen die breite Mehrheit der Wähler und seiner Politiker-Kollegen agiert, wird er ganz schnell abgelöst.

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Gefühle und Fazit (Seite 4 von 4)