Mario Sedlak
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Greenpeace hat am 26.6.2010 beim Wiener Donauinselfest gegen BP und Flugverkehr protestiert. Ein Ende der Ölpest war da noch nicht in Sicht.

BP-Ölkatastrophe 2010

Nachdem am 20.4.2010 eine Ölplattform von BP im Golf von Mexiko gesunken ist, sind Millionen Liter Öl ins Meer gelaufen. Eine Ölpest von noch nie dagewesenem Ausmaß hat die Küsten erreicht. Ölverschmierte Vögel und abertausende andere Tiere leiden oder sind schon verendet.

Vorwürfe gegen BP

Die Sicherheitsstandards scheinen bei BP besonders niedrig zu sein. Von 760 Strafen durch die US-Aufsichtsbehörde OSHA in den letzten 3 Jahren ist die Rede, während Exxon z. B. eine einzige hatte.

Für einen unkontrollierten Ölaustritt, wie er jetzt vorliegt, gab es bei BP offenbar keinen Notfallplan, kritisierte Greenpeace.

BP wird auch vorgeworfen, mit allen Mitteln eine negative Berichterstattung über das Unglück im Golf von Mexiko zu erschweren:

Diese Informationspolitik kommt mir vor wie im Krieg – verabscheuungswürdig!

Position von Greenpeace

Greenpeace hat am 16.6.2010 bei einer BP-Tankstelle in Wien protestiert und alle Autofahrer dazu aufgerufen, nicht mehr bei BP zu tanken, bis der Schaden behoben, ein hoher Geldbetrag hinterlegt und auf Tiefsee-Ölbohrungen generell verzichtet wurde. Mit dem Aufruf wollte man den Ölkonzern zum Handeln und Umdenken zwingen.

Greenpeace wies aber auch darauf hin, dass auch andere Ölkonzerne die Umwelt zerstören:

Schlussfolgerung

Am besten lassen wir das schwierig zu fördernde Erdöl unter der Erde. Das geht aber nur, wenn wir unseren Energieverbrauch reduzieren. Deswegen richtete sich die Greenpeace-Aktion auf der Wiener Donauinsel nicht nur gegen BP, sondern sollte auch jeden Einzelnen dazu anregen, sich seine Mitverantwortung bewusst zu machen.

Muss man wirklich in den Urlaub fliegen? "Du fliegst in den Urlaub – ich fliege gar nicht mehr!", beklagt der von einem Greenpeace-Aktivisten dargestellte ölverklebte Vogel.

Sicher fällt der Verzicht schwer. Aber bei allem Verständnis scheint für mich jedenfalls eines unausweichlich zu sein: Wer nicht verzichten kann und weiterhin so viel Öl verbraucht, darf auch nicht schimpfen, wenn bei der Förderung "seines" Öls etwas passiert.

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