Mario Sedlak
Strommarkt
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Stromkennzeichnung

Der Stromkennzeichnung kann man entnehmen, welche Arten von Kraftwerken ein Stromanbieter für die Belieferung seiner Kunden verwendet. Aufgrund diverser Mängel ist es jedoch nicht möglich, daraus abzuleiten, wie ökologisch der Stromanbieter ist. Beide Fälle sind möglich:

Gütesiegel

Es gibt viele verschiedene Gütesiegel, welche belegen sollen, dass bei der Produktion des Ökostroms gewisse Bedingungen erfüllt waren, die über das gesetzlich notwendige Maß hinausgehen (z. B. besonders umweltfreundliches Wasserkraftwerk). Manche dieser Gütesiegel sind als "Zertifikate" getrennt vom Strom handelbar und haben das ganze System in Verruf gebracht, weil so noch mehr Tricks bei der Stromkennzeichnung möglich werden.

Es gibt Ökostrom-Anbieter, die solche Gütesiegel komplett ablehnen. Als Entscheidungshilfe für Kunden taugen Gütesiegel meines Erachtens wenig. Am ehesten sind noch allgemein bekannte wie das österreichische Umweltzeichen eine Hilfe, doch auch bei diesem decken sich die Vergabekriterien nicht mit den Kriterien, die ich für wichtig halte.

Wie schwierig es ist, ein aussagekräftiges Gütesiegel für "guten" Ökostrom zu definieren, zeigt sich daran, dass das deutsche Umweltbundesamt dieses Vorhaben nach jahrelangen Diskussionen vorläufig aufgab. Das Grundproblem ist meines Erachtens, dass es – solange es eine Ökostrom-Förderung gibt – die Ökostrom-Anbieter eigentlich gar nicht braucht, um neue, umweltfreundlichere Kraftwerke zu errichten. Siehe Umweltwirkungen von Ökostrom

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