Mario Sedlak
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Kritik an Energiesparlampen

Giftiges Quecksilber

Dass Energiesparlampen (wie auch Leuchtstoffröhren) giftiges Quecksilber enthalten, ist zwar unschön, aber kein Argument gegen ihre Verwendung:

Höherer Energieaufwand zur Herstellung der Lampe

Es stimmt zwar, dass Energiesparlampen mit mehr grauer Energie belastet sind, aber im Vergleich zum Energieverbrauch während des Betriebs ist der Herstellungsaufwand vernachlässigbar. Das erkennt man schon an den Kosten: Eine gute Energiesparlampe kostet 20 € und hält 8000 Stunden. Dabei verbraucht sie, sagen wir, 100 kWh. Dieser Strom kostet 20 €. Der Kaufpreis in gleicher Höhe kann also maximal 100 kWh Energieaufwand bei der Herstellung beinhalten. In der Praxis wird es viel weniger sein (Faustregel: 1 € = 1 kWh), aber selbst unter dieser ungünstigen Annahme ist die Energiesparlampe der Glühbirne haushoch überlegen: Diese braucht zum Leuchten das Drei- bis Vierfache an Strom, also (für 8000 Stunden) bis zu 400 kWh zum Preis von 80 €.

Elektrosmog

Die Belastung mit elektromagnetischen Wellen ist bei heutigen Modellen vernachlässigbar gering. Tests zeigen, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Nur aus reiner Vorsicht wird ein Mindestabstand von 1,5 m empfohlen. Die Schädlichkeit von "Elektrosmog" bei Haushaltsgeräten ist nicht bewiesen (und ich glaube auch nicht daran, aber wer daran glaubt, kann tatsächlich davon krank werden – Placebo-Effekt).

Kaltes Licht

Dass Energiesparlampen ein kaltes Licht abgeben und aufgrund der geringeren "gefühlten Temperatur" die Raumheizung mehr aufgedreht wird, ist eine Zeitungsente.

Schädliches Licht

Energiesparlampen senden auch ultraviolettes Licht aus, aber die Intensität ist um ein Vielfaches geringer als im Tageslicht.

Freigesetzte Schadstoffe beim Leuchten

In Einzelfällen geben Energiesparlampen Dämpfe ab, die gesundheitsschädlich sein könnten. Eine nennenswerte Belastung entsteht aber kaum. Größere elektronische Geräte sowie Möbel und Baustoffe verschlechtern die Luftqualität oft viel mehr.

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