Mario Sedlak
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Theorien über das Hören von Musik

Vielleicht willst du Musik einfach nur genießen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Auch ich genieße Musik, aber ich möchte wissen, warum Musikhören für mich und die meisten anderen Menschen etwas Schönes ist. Wie können winzige Luftdruckschwankungen so starke Gefühle auslösen? Warum gefallen mir manche Lieder sehr, manche weniger und die meisten gar nicht? Was sind die Bedingungen dafür, dass ein Lied ein Hit wird?

Folgende Theorien sind mir dazu in den Sinn gekommen:

Harmonietheorie

Musik muss aus "wohlklingenden" Tönen und Melodien bestehen.

Assoziationstheorie

Musik gefällt einem, wenn sie einen an schöne Situationen erinnert.

Lerntheorie

Indem wir uns schöne Musik immer wieder anhören, wollen wir mehr über das Schöne, das wir damit verbinden, lernen.

Mein Fazit

Musik hat sowohl mit "Harmonien" als auch mit Assoziationen und Lernen zu tun. Die Kombination aller drei Theorien erklärt die beim Musikhören beobachteten Phänomene recht gut.

Theorien von Wissenschaftlern

Lange Zeit schien die Wissenschaft dem Thema wenig Aufmerksamkeit zu schenken:

Die Frage, warum Musik so und nicht anders ist, scheint mir ein zentrales Thema der Musikwissenschaft zu sein. Sie lässt sich nur beantworten, indem man Erkenntnisse der Musikgeschichtsschreibung mit solchen der Hörpsychologie verknüpft. Leider hat dies bisher kaum stattgefunden. Im Grunde steht die Musikwissenschaft heute ... noch ganz am Anfang eines angemessenen Verständnisses der Musik.[1]

Inzwischen gibt es was zu berichten:

Gehörtrainingstheorie

Mittels Musik können wir die Wahrnehmung von Geräuschen üben.

Evolutionärer Ursprung der Vorliebe für Musik

Warum uns Rhythmus, Melodie und Musik gefallen, weiß niemand genau, aber es gibt Theorien dazu.

Stimmen anderer

Musik kann unsere Seele berühren.[2]
Musik ist "die Sprache der Leidenschaft".[3]

So schön das auch klingt – als überprüfbare Theorie lassen sich solche Vergleiche nicht verwenden. Das stört nur wenige, denn:

Über Musik zu reden ist wie über Architektur zu tanzen.[4]

Weiter

Harmonietheorie über das Hören von Musik

Siehe auch

Quellen

[1] Spektrum der Wissenschaft, 7/1995, S. 71
[2] Lebensart, 11.2011, S. 50
[3] Richard Wagner lt. Lebensart, 11.2011, S. 51
[4] Frank Zappa, Rockmusiker und Komponist lt. Lebensart, 11.2011, S. 52