Rechenbeispiel zum Durchheizen
Weil es immer wieder bezweifelt wird, ob Durchheizen wirklich sparsamer ist, als die erkaltete Wohnung "unter hohem Energieeinsatz" wieder aufzuheizen, hier ein vereinfachtes, schematisches Beispiel in nicht näher beschriebenen Wärmeeinheiten:
Stunde | Variante 1: Abschalten der Heizung | Variante 2: Durchheizen | |||
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Wärmeverlust | verheizte Energie | Anmerkung | Wärmeverlust | verheizte Energie | |
1 | 10 | 10 | Heizung läuft und hält Temperatur | 10 | 10 |
2 | 10 | 10 | 10 | 10 | |
3 | 10 | 10 | 10 | 10 | |
4 | 10 | 0 | Heizung abgestellt, Raum kühlt aus und verliert immer langsamer Wärme | 10 | 10 |
5 | 6 | 0 | 10 | 10 | |
6 | 4 | 0 | 10 | 10 | |
7 | 2 | 0 | 10 | 10 | |
8 | 1 | 0 | 10 | 10 | |
9 | 0 | 0 | 10 | 10 | |
10 | 7 | 20 | Heizung wieder eingeschaltet, zunächst auf höherer Stufe | 10 | 10 |
11 | 9 | 15 | 10 | 10 | |
12 | 10 | 14 | 10 | 10 | |
13 | 10 | 10 | Temperatur wieder erreicht | 10 | 10 |
Summe | 89 | 89 | 130 | 130 |
Das Abschalten der Heizung für 6 Stunden hat in dem Fall also 41 Wärmeeinheiten gespart.
Varianten
- Wenn der Raum nicht bis auf Außentemperatur abkühlt oder
- wenn die Heizung nicht ganz abgestellt, sondern nur kleinergestellt wird oder
- wenn der Raum besser gedämmt ist und daher weniger Wärme verliert
ist die Ersparnis geringer als in dem dargelegten Beispiel, wird aber nie 0 oder gar zu einem Mehrverbrauch. Das kann man so sehen:
- Beim Wiederaufwärmen muss die Heizung genau die während des Abschaltens oder Drosselns verlorene Wärmeenergie wieder zuführen.
- Da während des Abschaltens oder Drosselns die Temperatur sinkt und daher weniger Wärme als bei gleichmäßiger Temperatur verlorengeht, kostet das Wiederaufheizen immer weniger Energie als das Durchheizen.