Mario Sedlak
Umweltschutz
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Fixkosten

Während die meisten Autofahrer ihre Kilometer-abhängigen Kosten unterschätzen, gibt es auch welche, die diese überschätzen. Sie setzen sie gleich mit dem amtlichen Kilometergeld, welches aber auch alle Fixkosten inkludiert, die anfallen, ob man fährt oder nicht. Dazu zählen z. B. alle Steuern, Vignetten und Versicherungsprämien, die nicht von der Kilometerleistung abhängen, sowie ein Teil des Kaufpreises des Autos (Zeitwertverlust). Weil sonst die Fixkosten überabgegolten werden, steht einem das amtliche Kilometergeld nur für max. 30 000 km/Jahr zu, und viele Kollektivverträge sehen ab 10 000 km/Jahr ein Sinken des Kilometergeldes bis auf ca. die Hälfte vor.

Aus Sicht des Umweltschutzes wäre es besser, das Autofahren mit niedrigeren Fixkosten und dafür höheren variablen Kosten zu belegen. Bei hohen Fixkosten sind Vielfahrer im Vorteil; wegen der Umweltwirkungen von Autos sollten aber Wenigfahrer belohnt werden. Außerdem besteht derzeit ein hoher Anreiz, dienstlich möglichst viel mit dem Auto zu fahren, um sich über das Kilometergeld einen Teil der Fixkosten zurückzuverdienen. Die Nutzung von Fahrgemeinschaften oder öffentlichen Verkehrsmitteln führt bei diesem System zu finanziellen Verlusten für den Autobesitzer. Es werden also genau die falschen Anreize gesetzt.

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Psychologische Aspekte bei den Kosten eines Autos