Mario Sedlak
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Luftverschmutzung durch Kohleverbrennung

Umweltwirkungen von Kohle

Es ist hinlänglich bekannt, dass die Verbrennung von Kohle Gift für das Klima ist und die Luft verschmutzt. Es gibt aber auch regionale Auswirkungen des Kohleabbaus.

Flächenverbrauch

In Deutschland wird auf über 590 km2 Kohle abgebaut. Es werden ungefähr 2 ha/Tag abgebaggert. Insgesamt wurde in Deutschland bisher eine Fläche von ca. 2400 km2 belegt.

Zerstörung von Biotopen

Absenkung des Grundwassers

Damit die Kohle im Trockenen gewonnen werden kann, wird rund um die Grube das Grundwasser auf bis zu 550 m Tiefe abgepumpt. Das wirkt sich in einem weiten Umkreis aus. Ganze Feuchtgebiete (z. B. entlang der ersten 12 km der Niers[2]) vertrocknen. Manchmal sind das die letzten Zufluchtsorte für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Um die wertvollen Biotope zu retten, müssen sie u. U. künstlich bewässert werden (z. B. der Naturpark Schwalm-Nette) – für viele Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte. Das ist viel länger, als der lukrative Abbau der Kohle dauert, denn das Grundwasser erholt sich nach dem Stoppen der Pumpen nur langsam.

Entstehung von neuen Biotopen

Auf den ersten Blick verwandeln Bagger schöne Naturlandschaften in öde Wüsten. Zerstörung pur. Doch inzwischen hat sich herumgesprochen, dass die "verwundete Erde" für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten ein idealer Lebensraum ist.[3] Das hat folgende Gründe:

Mein Fazit

Die Umweltwirkungen sprechen nicht grundsätzlich gegen einen Abbau von Kohle, weil sich die Natur erholen kann. Es dürfen jedoch keine Arten aussterben. Daher sollen besonders wertvolle Biotope, die seltene Pflanzen und Tiere beherbergen, unangetastet bleiben.

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Gefahren des Kohleabbaus

Quellen

[1] Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften laut Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft: Gesellschaftliche Kosten der Braunkohle (PDF), 2015, S. 7
[2] Stadt Mönchengladbach: Braunkohlenbericht (PDF, 4 MB), 2007, S. 6 (im PDF S. 13)
[3]
[4] Biotope aus zweiter Hand – Leben in der Bergbaufolgelandschaft (PDF, 2 MB), S. 90 (im PDF S. 9)