Mario Sedlak
Umweltschutz
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Kritik an öffentlichen Verkehrsmitteln

Ich interessiere mich immer für die Gründe, warum Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel meiden. Am häufigsten wird mir genannt:

Gelegentlich gibt es noch andere Kritikpunkte:

Meine Einschätzung

Ich glaube, die Fahrzeit, die länger ist oder einem auch nur länger vorkommt, hält am meisten Leute von den Öffentlichen ab. Das erkenne ich z. B. daran, dass in Wien die laufend ausgebaute U-Bahn gut angenommen wird. Seit die U1 nach Leopoldau verlängert wurde, bekommt man z. B. in Kagran Richtung Stadtzentrum zu Spitzenzeiten oft gar keinen Sitzplatz mehr. Ich kann mir schwer vorstellen, dass ich einen Arbeitsplatz am anderen Ende der Stadt (in Meidling) angenommen hätte, wenn ich mit der Straßenbahn dorthin pendeln müsste.

Straßenbahnen und Busse können beschleunigt werden, wenn man ihnen ermöglicht, die Ampelphasen zu beeinflussen, sodass sie weniger bei Rot warten müssen. Diese Maßnahme kostet wenig Geld, scheitert aber oft an der für wichtiger befundenen "grünen Welle" für Autofahrer. Vielleicht scheitert es aber auch daran, dass sich niemand ernsthaft bemüht, bei den Ampelschaltungen ein Optimum für alle Verkehrsteilnehmer herauszuholen. Auf der Donaustadtstraße, wo ich wohne, habe ich diesen Eindruck.

Weiters frage ich mich, ob man die Intervalle während der Spitzenzeiten nicht noch weiter verdichten könnte. Warum sind z. B. 3 min auf der U1 die absolute Untergrenze? Und wieso fahren manchmal sogar nur alle 5 min Züge, obwohl die nur mit Mühe alle Fahrgäste aufnehmen können?

Wahrscheinlich leidet der öffentliche Verkehr auch darunter, dass seine Benutzung in unserer Gesellschaft nicht sehr angesehen ist. Er gilt als "Verkehrsmittel für arme Leute". Wer es sich leisten kann, fährt mit dem Auto – so die gängige Meinung.

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Kostenwahrheit im öffentlichen Verkehr – Wird manchmal ebenfalls kritisiert.

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