Mario Sedlak
Umweltschutz
Kostenwahrheit
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Kostenwahrheit im öffentlichen Verkehr

Die öffentlichen Verkehrsmittel machen fast überall auf der Welt Verluste, welche durch Subventionen von öffentlichen Stellen ausgeglichen werden. Ist es gerecht, dass hierfür auf Umwegen auch Autofahrer zahlen? Ich denke, Ja: Es ist durchaus auch zum Nutzen der Autofahrer, wenn Menschen mit Bus und Bahn fahren. Müssten alle mit dem Auto auf der Straße unterwegs sein, gäbe es dort wohl kaum noch ein Vorankommen – so viele Straßen kann man gar nicht bauen (vor allem innerstädtisch).

Ohne Zuschüsse aus Steuergeldern müssten die Fahrkartenpreise deutlich angehoben werden. Dadurch würde aber die Zahl der Fahrgäste ebenso deutlich zurückgehen. Somit fehlen wieder Einnahmen usw. – letztlich müsste wohl der Betrieb auf den meisten Strecken eingestellt werden. Für die Umwelt und für die Gesundheit der Menschen, die in den Städten leben oder arbeiten, wäre das eine gravierende Verschlechterung.

Der Kostendeckungsgrad der Öffentlichen liegt bei 50%.[1] Das ist mehr als bei Autos und beim Lkw-Verkehr, wenn man alle Kosten, auch die indirekten, berücksichtigt.

Studien für Deutschland kommen zum Ergebnis, dass die Öffentlichen genau wie der Autoverkehr mit 10 Cent pro Personenkilometer subventioniert werden.

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Öffentliche Verkehrsmittel: ÖBB
Verkehr: Personenkilometer/Wege

Quellen

[1] Verkehrsexperte Gerd Sammer lt. Falter. Steiermark, 30/2007, S. 11