Mario Sedlak
Umweltschutz
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Dan Jakubowicz beim SOL-Symposium 2010 in Vertretung von Volkswirtin Katharina Mader, die erkrankt ist

SOL über Wirtschaftswachstum und Alternativen zum BIP

Zu den Kernthemen von SOL gehört Kritik am Wirtschaftssystem, insbesondere am Streben nach Wachstum. Das war unter anderem beim SOL-Symposium 2010 das Thema eines Vortrags. Weil die Blicke so sehr auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gerichtet sind, entstehe ein verzerrtes Bild.

Die Wirtschaft wächst vielleicht gar nicht, sondern es schaut vielleicht nur so aus, weil wir das Wirtschaftswachstum auf merkwürdige Art berechnen.

Alternativen zum BIP, wo auch Aspekte der Nachhaltigkeit mitberücksichtigt werden, gibt es reichlich, aber einen wirklich zufriedenstellenden Indikator hat auch SOL nicht gefunden:

Was sollte getan werden?

"Was uns immer eingeredet wird – mehr Geld am Konto, dann geht's uns besser – stimmt nicht", erläuterte der Vortragende beim SOL-Symposium 2010 und verwies auf entsprechende Umfragen.

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Ich habe genug

Als Grundproblem unserer heutigen, nicht nachhaltigen Gesellschaft wurde der übersteigerte symbolische Wert des Konsumierens identifiziert ("Ohne Nike-Schuhe ist man in der Clique ein Niemand"). Unsere Kultur müsste sich von der "Religion des Konsumierens" abwenden und stattdessen die ökologischen Grenzen respektieren. Es müsste einen ethischen Zwang zum Verzicht geben, wobei das Wort "Verzicht" bei SOL allerdings nicht gerne verwendet wird, denn es gehe nicht um ein Leben mit weniger Annehmlichkeiten, sondern um ein anderes Leben, wo man nicht – wie ein Drogenabhängiger – nach "immer mehr" strebt, sondern "genug hat". Die Therapie für einen "Konsumabhängigen" könne nicht "noch mehr Konsum" sein. Die Lösung müsse stattdessen Wohlstand ohne Wachstum sein.

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Ich habe genug