Mario Sedlak
Umweltschutz
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In Wien dürfen nicht viele Hochhäuser herausragen.

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Nur im Umfeld der UNO-City in Wien 22 sind Hochhäuser relativ akzeptiert.

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In Frankfurt am Main gibt es nicht so viele Bedenken gegenüber Wolkenkratzern wie anderswo.

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Glasfassaden sind angenehm hell, und dank Klimaanlage müssen die Büroarbeiter auch bei Sonnenschein nicht die Rollos runterlassen. Wie viel Energie das kostet, interessiert die wenigsten.

Hochhäuser

Kritik

Viele Leute empfinden eine tiefe Abneigung gegen Gebäude mit mehr als ein, zwei Stockwerken – interessanterweise auch viele Umweltschützer und Grünen-Wähler. Z. B. ist der in diesen Kreisen sehr angesehene "Vorkämpfer für effizientere und menschengerechtere Mobilität" Hermann Knoflacher sowohl gegen Hochhäuser als auch gegen Zersiedelung:

Hochhäuser in der europäischen Stadt sind die sichtbaren Kennzeichen dafür, dass die Stadt die Kontrolle über ihre Entwicklung verloren hat. ...

Man plante und plant nicht mehr Städte für die Menschen, sondern für das Auto. Das Ergebnis: Zersiedelung des Umlandes.[1]

Beispiele

In Wien wurden heftig kritisiert:

Meine Meinung

Wenn Hochhäuser direkt neben U-Bahn-Stationen oder Bahnhöfen keinen Sinn machen, wo dann? Eine Einfamilienhaussiedlung kann man nicht mit der U-Bahn oder anderen Verkehrsmitteln, die im 3-Minuten-Takt fahren, erschließen. Aus Umweltschutz-Sicht wäre es daher ideal, in der Umgebung von Bahnstationen stark verdichtet zu bauen. Dann haben viele Menschen kurze Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln und verzichten freiwillig auf eine Fahrt mit dem Auto, weil die keinen Vorteil bietet. Kleine Häuser können auch in abgelegeneren Gebieten stehen. Am besten: je weiter von der Station weg, desto niedriger – dann ist die nötige Fußweglänge für alle Menschen in Summe am kürzesten und der Anreiz zum Autofahren am geringsten.

Der Autoverkehr ist einer der größten Brocken in der persönlichen Klimabilanz. Ohne massive Verkehrssparmaßnahmen werden wir Energiewende und Klimaschutz nicht mehr erleben.

Negative Umweltwirkungen

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Öffentliche Verkehrsmittel

Quellen

[1] Hermann Knoflacher in Neongreen Network (Hrsg.): Erdnachrichten. Unabhängige Jahreszeitung, 2015, S. 8