Mario Sedlak
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Fehlermeldung auf einer Anzeigetafel der Wiener Linien

Fehlermeldungen

Stell dir vor, du gibst deine Arbeitnehmerveranlagung beim Finanzamt ab und bekommst sie mit nichts weiter als der Aufschrift "FEHLER!" zurück. Was würdest du davon halten? Ich hatte mit Programmierern zu tun, für die ist eine solche Reaktion vollkommen OK – zumindest bei den von ihnen erstellten Programmen, die sie sonst um eine aufwendige Fehlerbehandlung erweitern müssten, was ihren schönen, eleganten Programmcode zerstören würde.

Ich sehe die Sache vielleicht auch deswegen mit ganz anderen Augen, weil ich 5 Jahre lang unter anderem in der Serverüberwachung gearbeitet habe. Programme, die im Fehlerfall einfach nichts tun, erfordern oft einen detektivischen Spürsinn, um die Fehlerursache zu ermitteln. Daher habe ich das immer gern, wenn einem die Computer genaue Auskunft geben, warum sie etwas nicht machen können. Die Zeit, die man beim Programmieren in die Ausgabe genauer Fehlermeldungen investiert, macht sich bei der Fehlersuche häufig mehr als bezahlt.

Was soll eine hilfreiche Fehlermeldung enthalten?

Fehlermeldungen, die dem einfachen Benutzer angezeigt werden, müssen auf jeden Fall so geschrieben werden, dass er sie versteht und weiß, was er damit anzufangen hat.

Dennoch darf die technisch exakte Fehlermeldung mit allen relevanten Details nicht verloren gehen:

Wichtig ist, dass niemals irgendwo im Programmcode eine Fehlermeldung verworfen wird. Wenn ich einen Fehler lange suchen musste, dann stelle ich oft fest, dass nur der Informationsverlust zwischen den aufrufenden Funktionen und Prozeduren für meine lange Suchzeit verantwortlich war. Deswegen halte ich es für schlechten Programmierstil, wenn nützliche Information verloren geht.

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