Mario Sedlak
Softwareentwicklung
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Softwareentwicklung – Analyse

Die wenigsten Kunden kommen mit einer sauberen, endgültigen Spezifikation zur Softwarefirma. Meine Erfahrung ist, dass die Kunden in der Regel eine neue Anwendung in Auftrag geben, ohne zu dem Zeitpunkt selbst genau zu wissen, was sie eigentlich brauchen und wollen.

Das heißt: Schon ganz am Anfang sind die Mitarbeiter der Softwarefirma gefordert. Mit ihrer Erfahrung müssen sie einschätzen,

Hier ist hilfreich:

Deswegen bin ich gerne Generalist. Allein mit Kenntnissen über Softwareentwicklung hätte ich bei meinen Softwareprojekten in vielen Fällen nicht so gute Ergebnisse erzielt.

Ansichten von Laien

Sich vorzustellen, was man am besten braucht, bevor es noch die Anwendung gibt, ist ganz schön schwierig. Das kann man einer Sekretärin oder einem Sachbearbeiter nicht unbedingt zumuten. Deswegen sind die Vorgaben, die von ihnen stammen, durchaus skeptisch zu hinterfragen. Aber es ist gut, mit so vielen Leuten wie möglich zu sprechen, um ihre Erwartungen kennenzulernen. Oft bekommt man ein ganz anderes Bild als beim Gespräch mit dem direkten Auftraggeber.

Ein Laie unterschätzt leicht den Aufwand für die Entwicklung einer Software. Nehmen wir als Beispiel ein Betriebssystem wie Windows: Warum soll das einen Aufwand von zehntausenden Personenjahren kosten? Man braucht ja augenscheinlich nicht viel mehr als eine Startleiste, Menüs und wenn man auf ein Icon doppelklickt, soll das entsprechende Programm gestartet werden. Von dem, was alles im Hintergrund nötig ist – z. B. die ganzen Services und Programmierschnittstellen – bekommt der Endanwender ja nicht viel mit. Oder er denkt sogar, das wäre alles "unnötiger Ballast" – allerdings nur solange, bis er sich einmal über die mangelnde Intelligenz der Software ärgert. Wenn mal was schief ging, fordert er: "Das darf einfach nicht passieren!"

Vergleich

Als Laie könnte man genauso denken: "Wieso ist ein Auto so kompliziert und teuer? Ich brauch nur Lenkrad, Gaspedal und Bremse." Wenn aber der Tank unerwartet leer wird, weil es keine Tankuhr gibt oder wenn er mit seinem Fahrzeug ins Rutschen kommt, weil es kein Anti-Blockier-System gibt, dann wird er sich sicherlich beschweren. Genau so entsteht der scheinbar "unnötige Ballast".

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