Mario Sedlak
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Diese Wiese im Nationalpark Donau-Auen wird regelmäßig gemäht – sonst würde sie zuwachsen.

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Im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel wird jedes Jahr Schilf gemäht und verkauft – damit der See nicht zu sehr verschilft. (Bis ins 19. Jahrhundert war er fast frei von Schilf.)

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Es werden auch gezielt Tiere eingesetzt, um die Flächen offen zu halten.

Was ist ein Nationalpark?

Das Umweltbundesamt erklärt auf seiner Website:

Nationalparks erhalten die letzten Reste ursprünglicher Natur und sichern jene Ökosysteme, in denen die natürliche Dynamik noch vorherrscht oder sich wieder einstellen kann.

Das Greenpeace-Magazin informierte:

In Nationalparks wird die Natur sich selbst überlassen

Der Verein gegen Tierfabriken meint:

Jeder Mensch weiß, dass in Nationalparks jegliche menschliche Nutzung zu unterbleiben hat, die Natur ist dort sich selbst überlassen.[1]

Irrtum!

Nationalparks sind keine Wildnisgebiete. Die Natur wird in Nationalparks nicht sich selbst überlassen. Z. B. werden Wiesen gemäht und wachsende Büsche entfernt, weil auf Wiesen mehr und seltenere Arten vorkommen.

Auch ich dachte ursprünglich, ein Nationalpark ist ein Schutzgebiet, das so weit als möglich der Natur überlassen wird, ohne dass der Mensch eingreift.

In der Praxis sind Nationalparks sogar noch weniger naturbelassen, als sie laut Gesetz sein sollten: Borkenkäfer werden zum Schutz angrenzender Wälder tw. auch in Nationalparks bekämpft, im Nationalpark Gesäuse sogar flächendeckend![2]

Kritik

Von einer Umweltschutzorganisation oder von den Medien habe ich bis 2011 nie gehört, was ein Nationalpark ist, obwohl beide immer wieder über Nationalparks berichten. Sie trugen damit zur weiten Verbreitung dieses Umweltirrtums bei.

Siehe auch

Weblinks

Quellen

[1] Verein gegen Tierfabriken: Tierschutz konsequent, 2/2008, S. 20
[2] WWF: Panda-Magazin, 4/2011, S. 11–15