Mario Sedlak
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Kinesiologie

Im Juli 2008 war ich bei einem Seminar. Der Trainer demonstrierte, wie sehr uns "negative Gedanken" beeinflussen. Dazu verwendete er den "kinesiologischen Muskeltest". Als Versuchsperson meldete ich mich freiwillig.

Der Test lief wie folgt ab:

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1. Fall: Mein Arm bleibt waagrecht und lässt sich nicht runterdrücken.

Für das Publikum sah es so aus, als hätte ich im 2. Fall nicht so stark dagegengehalten, aber ich hatte nicht kooperiert, sondern mir fest vorgenommen, den Arm oben zu halten.

Für den Trainer war mit dem Ergebnis der Übung bewiesen, dass die unbewussten Wirkungen der Gefühle "sogar bei einem Skeptiker" vorhanden sind.

Meine Erklärung

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2. Fall: Ich kann den Arm nicht waagrecht halten.

Ich glaube nicht, dass der Test etwas über meine Gefühle aussagt. Mir kam vor, dass mich der Trainer im 2. Fall überrascht hatte und deswegen meinen Arm runterdrücken konnte, weil ich nicht schnell genug reagierte. Wenn der Arm am Weg nach unten ist, dann wird es aufgrund des Winkels immer schwieriger, dagegenzuhalten, vermutete ich.

Mit einem Freund überprüfte ich meine Vermutung (siehe Fotos). Und tatsächlich: Wenn ich ihm die Anweisung gab, meinen Arm ruckartig nach unten zu drücken, dann konnte ich ihm keinen ausreichenden Widerstand bieten. Hier ist vermutlich entscheidend, dass ich aus physikalischen Gründen eine Kraft erst dann aufbauen kann, wenn ich eine entsprechende Gegenkraft habe. Ich kann nicht meine volle Muskelkraft nutzen, solange mein Arm unbelastet ist.

Daher komme ich zu dem Schluss:

Meine Hypothese könnte man leicht widerlegen, indem man den Muskeltest mehrmals wiederholt, ohne dass der Trainer weiß, worauf man sich gerade konzentriert.

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Geplantes Kaputtgehen