Mario Sedlak
Umweltschutz
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Plastikfetzen schwimmen im Meer.

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Plastik wird verteufelt.

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Plastikbecher, die nach einmaligem Gebrauch weggeworfen wurden

Plastik

Plastik (= Kunststoff) verrottet nicht. Das ist ein Vorteil während der Verwendung, aber ein Nachteil, wenn das Plastik achtlos weggeworfen wird. Der Film Plastic Planet zeigt eindrucksvoll die gravierenden Probleme von Plastikabfall, der in den Ozeanen umhertreibt, von Tieren gefressen wird, aber nicht verdaut werden kann, sodass sie daran sterben. Das Plastik löst sich auch in Jahrhunderten nicht auf, sondern zerfällt nur in immer kleinere Teile. Wie man das Meer von dem tw. auch giftigen Plastikmüll säubern kann, ist unbekannt.

Hype

Plastic Planet kam 2009 in die Kinos und löste einen riesigen Hype aus. Viele, die den Film gesehen hatten, kamen zu dem Schluss: Plastik macht die Welt zu einem Müllhaufen, also gehört es verboten. Manche wollten gleich komplett auf Plastik verzichten. Ein sofortiges Plastiksackerlverbot in Österreich wurde gefordert und von Politikern begrüßt. Dass Österreich nicht am Meer liegt und die Kunststoffentsorgung hierzulande gut funktioniert, geht in dem Hype unter. Und dass Alternativen wie Papier u. U. sogar eine schlechtere Ökobilanz haben, ist vielen noch gar nicht bekannt oder stoßt auf taube Ohren.

Mikroplastik

Ein echtes Problem dürften winzig kleine Plastikkügelchen, die manchen Zahnpasten und Kosmetika beigemengt sind, darstellen. Die Kügelchen gelangen in Gewässer, weil sie von Kläranlagen nicht restlos ausgefiltert werden können. Sie wurden sogar schon in Honig, Milch und Trinkwasser gefunden. Fleece-Pullover aus Plastikfasern setzen pro Waschgang bis zu 2000 Fasern frei, die ebenfalls die Klärwerke passieren.[1]

Meine Meinung

Plastik ist nicht grundsätzlich schlecht. Wie so oft kann man die wahren Probleme nicht sehen und was man sieht, ist nicht unbedingt ein Problem. Drastische Maßnahmen wie ein Verbot sind hierzulande unnötig, tw. sogar kontraproduktiv.

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Plastikverpackungen

Quellen

[1] Deutsches Umweltbundesamt: Plastiktüten (PDF), S. 3