Mario Sedlak
Quantentheorie
Wissenschaft
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Doppelspalt-Experimente mit verschränkten Teilchen

Es lassen sich leicht zwei Lichtteilchen (Photonen) in verschränkten Quantenzuständen herstellen, d. h. durch eine Messung an einem Teilchen lässt sich etwas über das andere aussagen, ohne es zu stören. Damit lassen sich Doppelspalt-Experimente mit scheinbar paradoxen Ergebnissen aufbauen:

Wenn man versucht, die Quantentheorie anschaulich zu interpretieren, dann kommt man angesichts dieser Ergebnisse in Schwierigkeiten:

Lösung

Die 1. Teilchen produzieren, für sich allein betrachtet, nie ein Wellenmuster! Dieses kann man nur rekonstruieren, wenn man gewisse Beobachtungen, die man anhand von Messungen des 2. Teilchens bestimmt, ausfiltert. Siehe Grafik in der englischen Wikipedia. Auf diese Weise entgeht die Quantentheorie dem Widerspruch, dass wir ein Wellenmuster sehen können, wenn wir später das 2. Teilchen auf bestimmte Weise messen (nämlich so, dass wir nicht sagen können, durch welchen Spalt das 1. gegangen ist) – was wir dann vielleicht gar nicht tun ...

In der quantentheoretisch korrekten Betrachtung kann man durch Messung eines Teilchens das verschränkte Gegenstück nicht verändern. Alles, was sich ändert, sind Wahrscheinlichkeiten. Es kommt auch nicht darauf an, welches Teilchen zuerst gemessen wird.[1]

Weiter

Doppelspalt-Experiment mit großen Objekten – Ist für makroskopische Körper nur ein Gedankenspiel.

Quellen

[1] Bram Gaasbeek: Demystifying the Delayed Choice Experiments (PDF), S. 3