Verschieben des Schlaf-Wach-Rhythmus
Ich habe mich immer gefragt, wieso es nicht möglich ist, dass ich früh genug einschlafen kann, um dann, wenn am nächsten Tag der Wecker klingelt, ausgeschlafen zu sein. Inzwischen weiß ich es:
- Wann es draußen hell ist, hat wenig Einfluss auf die Uhrzeit, zu der ich aufwache oder müde werde.
- Damit ich früh ausgeschlafen sein kann, muss ich das wirklich wollen.
Der Schlaf-Wach-Rhythmus passt sich offenbar meinen Wünschen an!
- Solange ich möglichst viel erledigen will, bevor am nächsten Tag wieder die Arbeit (und zuvor das Bett) ruft, interpretiert das mein Körper als Wunsch nach einer späteren Einschlafzeit.
- Freue ich mich hingegen, vor der Arbeit noch 1 Stunde gemütlich im Bett fernzusehen oder irgendetwas zu lesen und dabei keine Lampe zu brauchen, dann interpretiert das mein Körper als Wunsch nach einer früheren Aufwachzeit.
- Interessanterweise erfüllt der Körper sogar beide Wünsche zugleich, wenn ich will, aber dann werde ich untertags müde und muss den fehlenden Schlaf nachholen ("Ausgleichsschlaf"). – Die nötige Schlafdauer kann ich mir nicht aussuchen!
Beobachtungen
| Erklärung
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- Früher aufstehen bedeutet, mindestens einen ganzen Tag lang unausgeschlafen zu sein, und es ist dennoch nicht garantiert, dass ich dann am Ende des Tages früher einschlafen kann.
| Ich wollte nicht wirklich früher aufstehen und früher einschlafen.
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- Wenn ich unausgeschlafen zur Arbeit ging, wurde ich oft am Nachmittag müde, aber wenn ich abends nachhause kam, konnte ich dennoch nicht schlafen, und auch in der Nacht nicht früher einschlafen.
- Am Samstag Nachmittag nach der Schule war mein Schlaf besonders erholsam.
| Durch das übliche frühe Aufstehen und späte Schlafengehen geriet ich in einen Schlaf-Wach-Rhythmus, wo der fehlende Nachtschlaf untertags nachgeholt werden sollte.
- Nach Umstellung auf Sommerzeit stellte sich mein Schlaf-Wach-Rhythmus innerhalb weniger Tage auf die neue Situation ein – ich ging de facto 1 Stunde früher schlafen als zur Winterzeit.
- Im Urlaub ging ich von Tag zu Tag immer später schlafen. Erst bei Sonnenaufgang bremste sich der Trend zu immer späteren Schlafengehzeiten ein.
- Nach Umstellung auf Winterzeit gelang es mir nicht, die "gewonnene Stunde" zu halten – außer als ich 2007 versuchsweise meine Uhren auf Sommerzeit belassen hatte.
| Entscheidend ist, ob ich mir denke: "Es ist schon spät." Mit diesem Gedanken steuere ich anscheinend meinen Schlaf-Wach-Rhythmus.
- Länger aufbleiben ist ganz leicht.
- Früher aufstehen nicht
| Ich habe von Natur aus einen 25-Stunden-Tagesrhythmus.
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- Seit Februar 2008 hatte ich meinen Schlaf-Wach-Rhythmus unter Kontrolle. Ich ging um 20–21 Uhr schlafen und wachte um 7 Uhr auf. Das ist eine kleine Sensation, denn ich lese immer wieder, es sei einem angeboren, ob man ein Frühaufsteher oder ein Nachtmensch ist. Auch von meinem Gefühl her dachte ich, ich hätte einfach einen 25-Stunden-Tagesrhythmus.
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- Wenn ich warte, bis ich müde bin, dann gehe ich zu spät schlafen.
- Früher habe ich mir oft gedacht: "Jetzt kann ich sowieso noch nicht schlafen." Aber selbst wenn das stimmt, ist es wichtig, dennoch rechtzeitig zu Bett zu gehen und einzuschlafen versuchen.
- Ein einziges Mal länger aufbleiben kann bereits ausreichen, und mein Körper interpretiert das als Aufforderung, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu verschieben.
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Vorteile für Frühaufsteher
- immer ausgeschlafen, auch unter der Woche, wenn man arbeiten muss
- Tageslicht gut ausgenützt
- Wanderungen, Reisen etc. können früh beginnen.
Nachteile für Frühaufsteher
- keine Teilnahme am Nachtleben möglich
- leider oft erstaunlich wenig Verständnis, wenn man sich auf einer Party schon früh verabschieden muss
Mein Fazit
Mit der "Kraft der Gedanken" geht viel!
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