Mario Sedlak
Umweltschutz
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Bodenschätze reichen nicht für immer.

(Angeblicher) Trend zur Nachhaltigkeit

Mit jedem neuen Ökostrom-Kraftwerk und mit jeder neuen Holzheizung scheint die Energiewende ein Stück näher zu kommen. Fairer Handel boomt. Auch Politiker und Unternehmer setzen immer mehr auf Nachhaltigkeit. Endlich scheint die Einsicht, dass es so wie bisher nicht weitergeht, zu siegen.

Viele Energiequellen unserer Erde beginnen allmählich zu versiegen, der Raubbau an der Natur kann nicht mehr länger fortgesetzt werden. Energiesparen beim Heizen, beim Stromverbrauch und beim Autofahren ist zu einem Schlagwort unserer Tage geworden. Der Weg dorthin heißt: einfacher Leben.
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Vor noch gar nicht so langer Zeit galt das Bekenntnis zu einem einfachen Leben als Angelegenheit einiger Außenseiter. ... Heute aber stehen wir unüberschaubar am Ende der Überflussgesellschaft. Schrankenloses Leistungsdenken, ungehemmter Konsum und eine immer mehr überhandnehmende Technisierung haben uns in einem nie dagewesenen Ausmaß der Natur und naturverbundenen Lebensmethoden entfremdet. Heute aber erkennen wir den Preis, den wir für diese Entwicklung zu zahlen haben.
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Einfacher zu leben, heißt ganz und gar nicht, auf Lebensqualität zu verzichten. Im Gegenteil: Einfacher zu leben heißt, das Dasein bewusster, glücklicher und gesünder zu meistern.

Man merkt, es tut sich was in unserer Gesellschaft: Es gibt einen Trend zu einem nachhaltigeren Lebensstil. Richtig? Dann kommt jetzt die Überraschung: Der zitierte Text wurde im Jahr 1982 geschrieben![1] Und dennoch ist der Text so aktuell, als wäre er heute geschrieben!

Was lernen wir daraus?

Auf die "Trends" ist nicht wirklich Verlass. Obwohl es so aussieht, als ob die Wende jetzt wirklich kommen muss, bleibt das große Umdenken aus. Seit 1982 hat sich der private Autoverkehr verdoppelt, vom Flugverkehr gar nicht zu sprechen ...

Mein Fazit

Das Ende der Überflussgesellschaft kommt nicht von alleine. Umweltschützer und andere Vorkämpfer werden sich noch sehr anstrengen müssen, wenn die Welt tatsächlich nachhaltiger werden soll.

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Quellen

[1] Liselotte und Hademar Bankhofer: Das große Buch vom einfachen Leben. Sparsamer – gesünder – natürlicher. Wien: Kremayr & Scheriau, 1982, S. 9