Mario Sedlak
Lebenslauf
Wie ich arbeite
Wohnort
Mehr über mich

Zivildienst

Ich habe meinen Zivildienst am Schulzentrum Ungargasse geleistet. Dort werden Zivildiener aufgenommen, weil es sich um eine Behindertenintegrationsschule handelt.

Aufgaben

Ich habe z. B. Rollstuhlfahrer vom und zum Bahnhof geführt oder beim Reiten der Behinderten auf Pferden ("Hippotherapie") assistiert. Aber die meiste Zeit war ich im Büro des Abteilungsvorstands der technischen Abteilung tätig. Dort war ich sehr gut eingesetzt. Für meine Arbeit habe ich viel Lob bekommen, speziell für meine

Eindruck

Nachdem ich die HTL am Schulzentrum Ungargasse als Schüler besucht hatte, war es für mich sehr interessant, nun einen Blick "hinter die Kulissen" werfen zu können. Lehrer verhalten sich im Unterricht anders als sonst. Während sie einem als Schüler wie eine ganz andere Generation vorkommen, bin ich seit meinem Zivildienst der Meinung, dass man sie als Menschen wie jeder andere bezeichnen darf.

Bei meinen Arbeiten habe ich sehr gut die Probleme beim Organisieren kennengelernt. Es ist eine Herausforderung, eine große Menge an unstrukturierten Informationen so abzulegen, dass man sie bei allen relevanten Fragestellungen wieder findet, sogar wenn man nicht danach sucht.

Auch über gruppendynamische Effekte konnte ich etwas lernen:

Grundlehrgang

Zu meiner Zeit (1999) gab es noch eine 3-wöchige Ausbildung für alle neuen Zivildiener. Dort lernte man hauptsächlich:

War tw. sehr interessant, auch wenn ich das Gelernte für den späteren Dienst nicht brauchte.

Warum ich mich für Zivildienst entschieden habe

In Österreich besteht Wahlmöglichkeit zwischen Dienst beim Heer und Zivildienst. Ich habe mich – trotz der damals mit 12 Monaten doppelt so langen Dienstzeit – für den Zivildienst entschieden. Gegen das Militär sprachen folgende Gründe:

Kritik

Die meisten Leute finden es gut, wenn sich Männer für den Zivildienst entscheiden. Aber es gibt auch welche, die Zivildiener scharf kritisieren:

Was machst, wenn ein Krieg ist? Dann sollen dich die anderen beschützen?!

Ich denke, es soll jeder das machen, was er am besten kann. Es wird ja auch nicht jeder Polizist, obwohl jeder im Ernstfall die Polizei rufen will.

Meines Erachtens werden heutige Kriege nicht vom größeren Heer gewonnen, sondern von der Armee, die über bessere Technik verfügt. Und gegen übermächtige Gegner kann man selbst dann nicht siegen, wenn jeder Mann begeisterter Soldat wird. Wenn uns tatsächlich fremde Truppen angreifen (was ich aufgrund der zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtungen für unwahrscheinlich halte), dann sind sie uns wahrscheinlich überlegen (sonst würden sie nicht angreifen), und dann ist es meines Erachtens besser, gleich zu kapitulieren oder zu flüchten anstatt Soldaten ohne Aussicht auf Erfolg auf's Schlachtfeld zu schicken.

Pflichten

Bei außergewöhnlichen Katastrophen können ehemalige Zivildiener bis zum Alter von 50 Jahren einberufen werden. Dieser Fall ist in Österreich aber bisher noch nicht eingetreten.

Weiter

TeleTrader