Mario Sedlak
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Flachbildfernseher

Geplantes Kaputtgehen von Fernsehern

Moderne Fernsehgeräte mit flachem Bildschirm werden oft als Beispiel für geplantes Kaputtgehen genannt. Vorzeitige Ausfälle seien hier nicht mit Kostendruck, sondern nur mit bewusst eingebauten "Zeitzündern" erklärbar, heißt es.

Argumente

Nicht nur Fernseher, sondern auch Computer, Videorekorder, Receiver und andere elektronische Geräte sollen durch zu schwache Kondensatoren unnötig früh das Zeitliche segnen. Für einen Mehraufwand von höchstens 1 € könnten fast alle diese Produkte 5–10 Jahre länger halten, glaubt Stefan Schridde, Betreiber des bekannten Portals "Murks – nein, danke!"

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Sepp Eisenriegler

Gegenargumente

Sepp Eisenriegler vom Wiener Reparatur- und Servicezentrum (RUSZ) berichtet aus 1. Hand, dass bei Flachbildfernsehern häufig die Kondensatoren getauscht werden müssen und dass diese nur wenige Cent kosten. Es bleiben aber Fragen offen:

Leider gibt Eisenriegler keine statistischen Daten aus seinem Betrieb an. Umfragen liefern auch keine belastbaren Daten, weil da eher die Leute mit schlechten Erfahrungen mitmachen.

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Alter Röhrenfernseher

Auch Röhrenfernseher haben keineswegs in jedem Fall Jahrzehnte gehalten. Nur kleine hielten lang – bei den großen Geräten musste ich eine relativ kurze Lebensdauer feststellen. Je größer, desto mehr Wärme erzeugt das Gerät. Deswegen halte ich es für durchaus plausibel, dass die Wärme in den beengten Gehäusen großer Flachbildschirme ein Problem werden kann, insbesondere bei Geräten ohne Lüfter.

Mein Fazit

Die Lebensdauer von Fernsehern ist nicht so hoch, wie es wünschenswert wäre. Es fehlen aber überzeugende Beweise dafür, dass das Absicht der Hersteller ist.

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Geplantes Kaputtgehen von Waschmaschinen

Weblinks

Quellen

[1] Schweizer Stiftung für Konsumentenschutz: Dossier zur geplanten Obsoleszenz (PDF, 1 MB), 29.10.2013, S. 3

Seite erstellt am 22.1.2014 – letzte Änderung am 1.12.2015