Mario Sedlak
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Arbeitsweisen von Chemikern

Auch heute noch kann man nicht einfach unter dem Mikroskop sehen, wie chemische Verbindungen aufgebaut sind. Trotzdem können die Chemiker meist sagen, wie die Atome in den Molekülen angeordnet sind.

Wie findet ein Chemiker diese Anordnungen? Er mixt Gläser voll Zeug zusammen, und wenn es rot wird, weiß er, dass es aus einem Wasserstoff und zwei hier angehängten Kohlenstoffen besteht; wenn es jedoch blau wird, dann ist es überhaupt nicht so.

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Seit ungefähr zwanzig Jahren [= ca. 1940] ist es in einigen Fällen möglich, mit Hilfe einer physikalischen Methode ... Moleküle zu betrachten ... . Und tatsächlich zeigte sich, dass die Chemiker fast immer recht haben.[1]

Beispiele

Seine doppelte Masse erlaubt es Forschern ..., mit Deuterium eine Spur zu legen, um chemische Reaktionen oder Stoffwechselprozesse aufzuklären. Sie schicken eine deuteriumhaltige Verbindung in die Prozesse und analysieren, in welchem Produkt der Umwandlung er sich wiederfindet.
Extrakte [die ein bisher unbekanntes Gift enthalten] wurden durch chromatographische Verfahren fraktioniert und die einzelnen Fraktionen auf Aktivität getestet. Aktive Fraktionen wurden dann weiter chromatographisch zerlegt und wiederum getestet – so lange, bis sich eine einzelne Substanz isolieren ließ, die für die Auslösung der Anfälle verantwortlich war.
[Es] gilt allgemein, dass sich Stoffe umso besser vermischen oder lösen, je ähnlicher sich deren Partikel in ihrer Polarität bzw. Nichtpolarität sind. Der Grad der Polarität eines Teilchens kann deshalb durch Lösungsversuche abgeschätzt werden.[2]

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Denkweisen von Chemikern

Quellen

[1] Richard P. Feynman, Robert B. Leighton, Matthew Sands: Vorlesungen über Physik. Band 1: Hauptsächlich Mechanik, Strahlung, Wärme. München: Oldenburg, 1987 (amerik. Original 1963), S. 30
[2] Rudolf Kohlhauser: Einführung in die organische Chemie. für die Oberstufe der allgemeinbildenden höheren Schulen, höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten und höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Frauenberufe. Salzburg: Salzburger Jugend, 5. Aufl. 1983, S. 33