Mario Sedlak
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OP-Maske

Wirksamkeit von Mund-Nasen-Schutzmasken

Arten

Geringeren Schutz und geringeres Rückhaltevermögen bieten:

Als unwirksam gelten:

Studien

Im Labor wurde gemessen:

Laut einem Experiment, wo die Partikelzahl innerhalb und außerhalb der Masken gemessen wurde, schützen OP-Masken den Träger halb so gut wie FFP2-Masken. Die Filterwirkung ist beim Einatmen sogar größer als beim Ausatmen (hat mich zunächst überrascht und entspricht nicht gängigen Behauptungen, ist aber plausibel, da beim Einatmen die Maske angezogen wird und daher weniger Luft an ihr vorbeiströmen kann). Einfache, selbstgebaute Masken filtern nur 1/25 so viel wie OP-Masken, was aber immer noch deutlich besser als gar kein Schutz ist. Laut einer anderen Studie erreichen selbstgemachte Masken sogar 1/3 der Filterwirkung von OP-Masken. Schlussfolgerung:

Jede Art von Masken, die allgemein getragen werden, reduziert wahrscheinlich die Virenverbreitung und das Infektionsrisiko der Bevölkerung – auch wenn die Masken nicht optimal passen und nicht optimal verwendet werden.[1]

Das deckt sich mit Feldstudien und Beobachtungen:

Daten, die während der SARS-Epidemie in Asien gesammelt wurden, deuten darauf hin, dass nicht nur die Übertragung von SARS, sondern auch von Influenza signifikant reduziert werden kann, wenn die gesamte Bevökerung Masken trägt.[2]
Der Virologe Kekulé sagt [2020], neue Daten aus China zeigten, dass einfache OP-Masken nicht nur andere schützten, sondern auch die Träger. Der Wissenschaftler empfiehlt deshalb das Tragen von Masken.

In Hongkong, wo Masken sehr verbreitet sind, steigt die Zahl der Corona-Infizierten sehr viel langsamer als in Europa. Das ist kein Einzelfall, sondern zeigt sich als deutlicher Trend unter 198 verglichenen Ländern.

Studien zur Wirksamkeit von Mund-Nasen-Schutz in Krankenhäusern kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, aber nie zu dem Resultat, dass diese Hilfsmittel komplett sinnlos wären.

Insgesamt zeigt die vorliegende Evidenz die Effektivität des Tragens von Masken im Vergleich zum Nichttragen von Masken.[3]
da gibt es durchaus Daten, die zeigen, dass solche Krankheitsübertragungen von Respirationstrakt-Erkrankungen durch die Masken reduziert werden.

Es gibt weitere Studien, die einen Nutzen von Masken (und anderer Maßnahmen) fanden. Hingegen ist mir keine Studie bekannt, wonach Masken nutzlos oder gar kontraproduktiv sind. Ich mache also keine selektive Berichterstattung.

Messverfahren

Interessanterweise scheint es keine anerkannte Prüfmethode zu geben, mit der der Infektionsschutz verschiedener Mund-Nasen-Schutzmasken verglichen werden kann. Das mag dazu beitragen, dass Irrtümer über den Nutzen von Schutzmasken so hartnäckig kursieren.

Fazit

Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz, wie ihn Chirurgen tragen, könnte Sekrettröpfchen mit Viren abfangen, verlassen sollte man sich darauf aber eher nicht.

Natürlich sind Masken nur dann eindeutig hilfreich, wenn man sie zusätzlich zu allen sonst möglichen Schutzmaßnahmen verwendet.

Vergangenheit

Während der SARS-Pandemie in den Jahren 2002 und 2003 wurden Mundschutzmasken von Medizinern empfohlen, um sich selbst, aber auch andere vor den Viren zu schützen.

Weiter

Glaube

Quellen

[1] Professional and Home-Made Face Masks Reduce Exposure to Respiratory Infections among the General Population, 2008 – "Any type of general mask use is likely to decrease viral exposure and infection risk on a population level, in spite of imperfect fit and imperfect adherence"
[2] Professional and Home-Made Face Masks Reduce Exposure to Respiratory Infections among the General Population, 2008 – "Opportunistic data collected during the SARS epidemic in Asia suggested that population-wide use of face masks may significantly decrease transmission of not only SARS but also influenza"
[3] Robert-Koch-Institut: Nationaler Pandemieplan, Teil II (PDF, 2 MB), S. 84