Mario Sedlak
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Vergleiche zum bedingungslosen Grundeinkommen

Um Geld umverteilen zu können, muss man es als erstes jemandem wegnehmen. Das Geld kommt nicht einfach vom "System"! Es gibt immer Nettozahler.

Die Nettoempfänger sind bei der bedingungslosen Grundsicherung nicht nur die Bedürftigen, die nicht arbeiten können, sondern auch jene, die es schlicht bevorzugen, andere für sich arbeiten zu lassen. Im privaten Umfeld sieht man es selten so locker wie beim bedingungslosen Grundeinkommen, wenn jemand auf Kosten anderer leben möchte.

1. Vergleich

Was würdest du sagen, wenn jemand ungefragt zu dir nachhause kommt, deinen Kühlschrank leerisst, dein Bad benutzt, sich in dein Bett legt und sich am Morgen von dir das Frühstück bringen lässt, ohne irgendeinen Cent dafür zu bezahlen oder sonst irgendetwas für dich zu tun, nur weil er meint, er hätte Anspruch darauf? Weil essen, schlafen, wohnen Menschenrechte sind, die du ihm nicht verwehren darfst?

2. Vergleich

Die Forderungen und Begründungen der Grundeinkommensbefürworter lesen sich für mich wie ein Aufsatz, in dem ein Kind seiner Mutter ausführlich erklärt, wieso es zu keinerlei Hausarbeit verpflichtet werden darf und andererseits die Mutter es jederzeit mit Speisen seiner Wahl bekochen muss und so viel Taschengeld, wie seine Freunde haben ("Teilhabe sichernd"), geben muss. Als Gegenleistung erforscht es die Welt in einem Computerspiel und erklärt der Mutter, wenn sie es wollte, wie Facebook funktioniert.

Ist das fair?

Der eine arbeitet, der andere hat den Nutzen? Ist es eine "Beraubung der Menschenrechte", wenn man alle Partygäste bittet, etwas zu essen und zu trinken mitzunehmen? Niemand braucht auf eine Balance aus Geben und Nehmen achten?

Ich finde es mehr als erstaunlich, dass ein bedingungloses Grundeinkommen so positiv gesehen wird. Anscheinend will man nur das Positive sehen.

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Diskussionen über das bedingungslose Grundeinkommen