Mario Sedlak
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Erstaunlich kompliziert in der Verwendung: gewöhnliche Akkus für Kleingeräte

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Auf der Verpackung keine Spur von irgendetwas Kompliziertem

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Lässt man Akkus zu lange ungenutzt liegen, sind sie ein Fall für den Sondermüll.

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Nur gleiche Akkus in ein Gerät geben

Tipps zu Akkus und Ladegeräten

Ratschläge zu Akkus und Ladegeräten füllen ganze Bände. Im Internet findet man eigene Websites über Akkus, aber deren Empfehlungen widersprechen sich häufig. Daher habe ich meine eigenen Erfahrungen und Kenntnisse zusammengefasst. Diese beziehen sich auf typische Standardakkus (Nickel-Metallhydrid-Akkus) und Spezialakkus, die nur in bestimmte Geräte passen (Lithium-Akkus). Mit Blei-Akkus (z. B. Autobatterien) habe ich keine Erfahrung.

Anschaffung von Akkus

Es gibt kaum noch Geräte, die auf Einwegbatterien angewiesen sind.[1] Dennoch solltest du vorher in der Bedienungsanleitung nachsehen. Wenn Einwegbatterien vorgeschrieben sind, können Akkus bei einem Gerätefehler (Kurzschluss) zu einem Brand führen.

Akkus kosten ein Mehrfaches von gewöhnlichen Batterien. Daher gilt die Faustregel:

Nur wenn der Akku mindestens zwei Batterien pro Jahr einspart, lohnt sich seine Anschaffung.[2]

Als Akku kommen nur Nickel-Metallhydrid-Akkus infrage. Von wiederaufladbaren gewöhnlichen Batterien (Rechargeable Alkali Manganese, abgekürzt RAM) ist laut Stiftung Warentest klar abzuraten.

Brauchst du den Akku selten oder unregelmäßig, dann solltest du einen mit geringer Selbstentladung kaufen. Diese haben etwas geringere Kapazität und sind womöglich etwas teurer, dafür zerstören sie sich nicht so schnell von selbst, wenn sie monatelang ungenutzt herumliegen. Aus diesem Grund würde ich dir auch davor abraten, bei einem Sonderangebot gleich mehr Akkus zu kaufen, als du in nächster Zeit benötigst, zumal Akkus auch bei Nichtbenutzung altern und ihre Leistungsfähigkeit nur wenige Jahre behalten.

Wenn du für ein Gerät mehrere Akkus brauchst, dann kauf diese gleichzeitig. Mischt du Akkus verschiedener Hersteller oder Qualität, dann kann der schwächste so stark entladen werden, dass er kaputtgeht oder sogar ausläuft.

Bleibt noch die Frage, zu welcher Marke man greifen soll. Tests zeigen ein uneinheitliches Bild.[3] Ich bevorzuge daher preiswerte Angebote. Zu unbekannten Marken in Baumärkten etc. greife ich jedoch nicht.

Von der aufgedruckten Kapazität in Milliamperestunden lasse ich mich weniger beeindrucken, denn in der Praxis werden die Werte nicht immer erreicht. Außerdem scheinen die Akkus mit dem größten Fassungsvermögen weniger robust zu sein. (Beides deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen.)

Spezialakkus

Braucht dein Gerät einen Akku ganz bestimmter Bauform, musst du für einen Ersatzakku meist tief in die Tasche greifen. Ich achte daher schon beim Kauf einer Digitalkamera darauf, dass sie mit normalen Standardakkus funktioniert. Leider ist das Angebot an solchen Kameras überschaubar.

Noch weniger zu empfehlen sind Geräte mit fix eingebautem, nicht austauschbarem Akku. Solche Geräte sind nach wenigen Jahren zwangsläufig Elektroschrott.

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Tipps zum Laden und Lagern von Akkus (Seite 2 von 2)

Quellen

[1] Stiftung Warentest: Einer für alle, 7/2000, S. 40 (im auf dieser Seite herunterladbaren PDF auf S. 1)
[2]
[3]
  • Kassensturz, Schweizer Fernsehen:
    • Akku-Test 2012 – "teure Produkte oft nicht besser ... als günstige"
    • Akku-Test 2006 – "Die bekannten Marken sind diesmal tatsächlich auch die besseren."
  • Stiftung Warentest: Akku-Test 2004