Mario Sedlak
Umweltschutz
Strommarkt
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Ökostrom-Anbieter

Jeder Stromkunde kann seinen Stromanbieter wechseln. Die meisten, die wechseln, wählen den billigsten Anbieter und sparen damit Geld. Etwa 1% der Haushalte[1] zahlen jedoch freiwillig mehr für ihren Strom, der dadurch nicht auf billigste sondern auf umweltschonendste Weise in Ökostrom-Kraftwerken erzeugt werden soll.

Gründe, zu einem Ökostrom-Anbieter zu wechseln

"Strom ist so schon teuer, da wechsel ich doch nicht aus lauter Solidarität zu nem noch teureren Anbieter!", denken wohl die meisten, wenngleich viele was anderes sagen.

Ich gehöre nicht zu den vielen:

Keine guten Gründe für den Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter:

Die Umweltwirkungen durch den Verbrauch von Strom ändern sich de facto nicht, wenn du Kunde eines Ökostrom-Anbieters bist – auch wenn die Stromkennzeichnung etwas anderes behauptet! Der Einwand von Skeptikern, dass der Kauf von Ökostrom nichts am insgesamt produzierten Strom ändert, ist nämlich weitgehend korrekt. Der Kauf von Ökostrom ist eher mit einer Spende für einen guten Zweck vergleichbar – ein Musterbeispiel für umweltbewussten Konsum mit dem Ziel, vom eigenen "Stimmrecht" Gebrauch zu machen und die bestehenden, nicht nachhaltigen Angebote mit der Kraft der eigenen Geldbörse abzuwählen (indirekt über politische Wirkungen).

Zur Kritik des höheren Preises:

Es gibt auch günstigere Ökostrom-Anbieter, aber je weniger Aufpreis ich akzeptiere, desto weniger kann der Anbieter tun und umso eher signalisiere ich – wie bei einer Volksabstimmung –, dass mir der Preis wichtiger als die Umwelt ist. Ökostrom-Angebote, die genauso viel kosten wie konventioneller Strom, sind eine Mogelpackung. Sie bewirken höchstens ein gutes Gewissen beim Käufer, das aber nicht zu Recht besteht, weil es sich bei solchen Angeboten nur um die Umverteilung von ohnehin vorhandenem Strom handeln kann.

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Kriterien für die Auswahl eines Ökostrom-Anbieters

Siehe auch

Weblinks

Ökostrom-Anbieter

Atomstromfreie Website

Deutschland:

Schweiz:

Quellen

[1] Firma Oekostrom: Geschäftsbericht und Nachhaltigkeitsbericht 2005 (PDF), S. 28
[2]