Eigene Erfahrung
In meiner Wohnung hat es im Winter 22–
- in Küche und Wohnzimmer gar nicht
- im anderen Zimmer, wo der Balkon ist, auf kleinster Stufe
- im Bad während dem Duschen
Warum das heiße Wasser überhaupt in meine Wohnung strömt, obwohl an allen Heizkörpern die Ventile geschlossen sind bzw. wieso das so sein muss, ist eine interessante Frage, die mir bisher niemand beantworten konnte.
Einmal war ein Ventil undicht geworden. Es wurde vom Fernwärme-
Ausfälle der Wärmelieferung gab es bisher noch keine (jedenfalls habe ich keine bemerkt).
Abrechnung
Zur Bestimmung der bezogenen Wärmemenge ist an jedem Heizkörper ein Röhrchen mit einer Flüssigkeit angebracht. Wenn der Heizkörper warm wird, verdunstet ein bisschen von der Flüssigkeit. Am Ende der Heizperiode wird die Menge der verbliebenen Flüssigkeit auf einer Skala abgelesen und das Röhrchen getauscht. So wird die Abrechnung nach dem individuellen Verbrauch ermöglicht. Ein exakter Wärmezähler für jede Wohnung wäre wohl zu teuer.
Leider verdunstet die Flüssigkeit nicht nur beim Einheizen sondern auch an warmen Sommertagen. Auch nie benutzte Heizkörper zeigen 1–
Abrechnungsfehler
Bei der Fernwärme-
Betrug
Gerüchten zufolge sind die Ableser bestechlich. Für 10 EUR würden sie weniger ablesen. Weder die Firma, die die Ableser beschäftigt, noch die Fernwärme Wien hätte ein Interesse, diese Betrügereien aufzuklären, denn der einzige Geschädigte ist der Fernwärmekunde: Wenn einzelne weniger zahlen, zahlen die anderen mehr. Der Hausanschluss hat nämlich einen geeichten Wärmemengenzähler. Wenn weniger Teilstriche abgelesen werden, dann werden die Kosten der gelieferten Wärme einfach auf weniger Teilstriche aufgeteilt, d. h. jeder einzelne Teilstrich wird teurer.
In den 1990ern erzählte ein Mieter des Hauses, in dem ich wohne, von einer anderen Betrugsmöglichkeit: Er rief bei der Fernwärme Wien an und behauptete, Kinder hätten die Plombe an einem Heizkörper abgerissen. Was solle er machen? Sie antworteten ihm, das sei kein Problem. Daraufhin heizte er das Wohnzimmer den ganzen Winter lang gratis bei voller Leistung. Das passt zu der Vermutung, dass die Fernwärme Wien kein Interesse daran hat, derartige Betrügereien zu verhindern, sonst hätte sie es dem Mieter nicht so leicht gemacht.
Preis
Fernwärme ist eine sehr günstige Heizform. Ich zahle nur rund 300 EUR/Jahr. Der überwiegende Teil davon sind Grundkosten, welche unabhängig vom Verbrauch anfallen.
Bemerkenswert ist, wie stabil der Preis ist bzw. war. Der Grundpreis stieg von 1990 bis 2009 nur um 17%, der Preis pro verbrauchter Wärmemenge um 24%, per 1.9.2011 allerdings bereits erneut um 20%.
Mein Fazit
Ich bin mit der Fernwärme sehr zufrieden und kann sie nur jedem weiterempfehlen.
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