Mario Sedlak
Strom
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Energie
Umweltschutz
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Umweltwirkungen von Wärmekraftwerken

Luft

Klimawandel

Wärmekraftwerke auf Basis fossiler Energie gehören zu den größten Produzenten von Kohlendioxid und damit zu den Hauptverursachern des Klimawandels.

Leider kann man das Kohlendioxid nicht einfach ausfiltern, da es einen Hauptbestandteil des Abgases ausmacht. Die Technik der Kohlendioxidabscheidung ist allerdings prinzipiell bereits verfügbar.

Luftverschmutzung

Vor allem Kohlekraftwerke können eine erhebliche Belastung für die Luft sein, weil in der Kohle auch Schwefel, Quecksilber und jede Menge andere Schadstoffe enthalten sind. Manche der Schadstoffe sind radioaktiv, wodurch Kohlekraftwerke u. U. mehr radioaktive Strahlung an die Umgebung abgeben als Atomkraftwerke im Normalbetrieb – bei Verwendung von modernen Filtern, die 99,5% aller festen Stoffe im Rauch zurückhalten.[1]

Lt. einem Bericht in der Financial Times sterben jedes Jahr 50 000 Menschen aufgrund der Luftverschmutzung durch Kohlekraftwerke und -öfen allein in den elf größten Städten Chinas.

Auch bei uns kümmerte man sich anfangs nur wenig um die Reinhaltung der Luft. Umweltschutz bei einem Dampfkraftwerk hieß 1968: "der 150 Meter hohe Schlot soll mit Efeu begrünt werden".[2] Erst als in den 1980er Jahren das Problem des sauren Regens massiv in das öffentliche Bewusstsein kam, wurde in verbesserte Filter investiert.

Heute ist die Luftverschmutzung bei uns kaum noch ein Thema, obwohl unsere Kohlekraftwerke nicht alle so sauber sind, wie es nach dem heutigen Stand der Technik möglich wäre.

Wasser

Jedes Wärmekraftwerk (wie auch Atomkraftwerk) braucht Wasser zur Kühlung, sonst wäre die Stromerzeugung weniger effizient oder gar nicht möglich. Zur Kühlung stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

Das Kühlwasser wird im Kraftwerk typischerweise um 10°C erwärmt. Bei Einleitung in einen großen Fluss kann es diesen um 1°C aufheizen. Diese Erwärmung verringert den Sauerstoffgehalt, was eine Bedrohung für Wasserbewohner sein kann.[3] Dieses Problem dürfte jedoch nicht höchste Priorität haben, da ich von den Umweltschutzorganisationen kaum jemals etwas dazu gehört habe.

Es gibt Vorschriften, wie viel Grad die Aufheizung maximal betragen darf. Bei Hitzewellen kann das dazu führen, dass das Wärmekraftwerk gedrosselt oder ganz abgeschaltet werden muss, sofern nicht aufgrund von Stromknappheit die Behörden eine Ausnahme von der Regelung erlauben.

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Kohlendioxidabscheidung

Quellen

[1] BUND NRW: Radioaktivität von Kohlekraftwerken (PDF), S. 3f.
[2] Arbeitskreis für ökonomische und soziologische Studien: Die zweifelnde Gesellschaft. Perspektiven des Fortschritts. Wien: Österreichischer Bundesverlag, 1983, S. 144
[3] WWF: Kleines Umweltschutz-Taschenlexikon, 1987, S. 6