Schlaf-Wach-Rhythmus
Ich habe mich immer gefragt, wieso es nicht möglich ist, dass ich früh genug einschlafen kann, um dann, wenn am nächsten Tag der Wecker klingelt, ausgeschlafen zu sein.
Folgendes konnte ich beobachten:
- Nach Umstellung auf Sommerzeit stellte sich mein Schlaf-
Wach- Rhythmus innerhalb weniger Tage auf die neue Situation ein – ich ging de facto 1 Stunde früher schlafen als zur Winterzeit. Das zeigte, dass sich mein Rhythmus dauerhaft verschieben lässt. - Nach Umstellung auf Winterzeit gelang es mir nicht, die "gewonnene Stunde" zu halten.
- Im Urlaub ging ich immer später schlafen. Erst bei Sonnenaufgang bremste sich der Trend zu immer späteren Schlafengehzeiten ein.
Verschieben des Schlaf-Wach-Rhythmus
Wann es draußen hell ist, hat wenig Einfluss auf die Uhrzeit, zu der ich aufwache. Mir stehen nur zwei Möglichkeiten zur Verfügung, um meinen Tagesrhythmus zu beeinflussen:
- Wenn ich länger aufbleibe, verschiebt sich mein Schlaf-
Wach- Rhythmus in Richtung spätere Zeiten. - Wenn ich früher aufstehe, verschiebt sich mein Rhythmus auf frühere Zeiten. Durch "früher schlafen gehen" lässt sich das nicht erreichen.
Das Problem dabei ist die Unsymmetrie:
- Länger aufbleiben ist ganz leicht.
- Früher aufstehen bedeutet, mindestens einen ganzen Tag lang unausgeschlafen zu sein, und es ist dennoch nicht garantiert, dass ich dann am Ende des Tages früher einschlafen kann. Den Schlaf-
Wach- Rhythmus auf frühere Zeiten zu synchronisieren, ist daher viel schwieriger.
Konstanthalten des Schlaf-Wach-Rhythmus
Seit Februar 2008 habe ich meinen Schlaf-
Was ist der Trick, um mich dennoch auf 24 Stunden einzubremsen? Hauptsächlich Disziplin:
- Wenn ich warte, bis ich müde bin, dann gehe ich zu spät schlafen.
- Früher habe ich mir oft gedacht: "Jetzt kann ich sowieso noch nicht schlafen." Aber selbst wenn das stimmt, ist es wichtig, dennoch rechtzeitig zu Bett zu gehen und einzuschlafen versuchen.
- Ein einziges Mal länger aufbleiben kann bereits ausreichen, und mein Körper interpretiert das als Aufforderung, den Schlaf-
Wach- Rhythmus zu verschieben.
Jetzt kann ich auch meine Beobachtungen bei den Zeitumstellungen und im Urlaub erklären:
- Unbewusst habe ich mich nach der Uhr gerichtet und so meinen Tagesrhythmus neu synchronisiert. Entscheidend ist, ob ich denke: "Es ist schon spät." Bei der Umstellung auf Winterzeit 2007 habe ich versuchsweise meine Uhren auf Sommerzeit belassen, um diesen Effekt auszunützen und zu bestätigen.
- Ebenso erschien es mir im Urlaub wohl kurz vor Sonnenaufgang "nun wirklich Zeit zum Schlafengehen", und so stabilisierte sich mein Rhythmus hier.
Vorteile für Frühaufsteher
- immer ausgeschlafen, auch unter der Woche, wenn man arbeiten muss
- Tageslicht gut ausgenützt
- Wanderungen, Reisen etc. können früh beginnen.
Nachteile für Frühaufsteher
- keine Teilnahme am Nachtleben möglich
- leider oft erstaunlich wenig Verständnis, wenn man sich auf einer Party schon früh verabschieden muss
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Ausgleichsschlaf – Ein Extra-|
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