Mario Sedlak
Strommarkt
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Kritik an der Ökostrom-Förderung

Die Ökostrom-Förderung, welche den Strom für alle verteuert, wird immer wieder scharf kritisiert und von Interessensvertretern bekämpft.

Entgegnung

Meine Meinung

Ich denke, die Förderung der derzeit noch nicht konkurrenzfähigen Ökostrom-Kraftwerke ist zweifellos notwendig, weil die Bekämpfung des Klimawandels kein weiteres Zuwarten erlaubt.

Trotzdem kann man schon die Frage stellen, ob man die Verteilung der Fördermittel nicht effizienter gestalten könnte. Bei fixen Einspeisetarifen gibt es meines Erachtens das Problem: Entweder sind sie zu niedrig oder höher als nötig. Vielleicht wäre es besser, die Fördermittel zu versteigern, sodass sie an jene gingen, die am wenigsten Zuschuss pro Kilowattstunde verlangen. Dadurch würde ich erwarten, dass sich die von allen Stromkunden bezahlten Förderungen auf ein optimales Maß einpendeln. Die Politik könnte auch genauer steuern, wie viel in welchen Bereich fließen soll, um zu verhindern, dass in einer Branche zu wenig oder zu viel Nachfrage entsteht. Zu viel Nachfrage ist nämlich auch schlecht. Es stimmt zwar, dass durch höhere Nachfrage in größeren Stückzahlen und damit kostengünstiger produziert werden kann. Aber zu hohe Nachfrage bedeutet i. A. auch überhöhte Preise, da voll ausgelastete Unternehmen keinen Grund haben, die Preise zu senken, auch wenn sie die Produktion verbilligen konnten. Wohl nicht aus Zufall ist der Preis von Solarzellen genau zu dem Zeitpunkt gefallen, als in Deutschland die Einspeisetarife gesenkt wurden.

Es macht meines Erachtens auch einen schlechten Eindruck, wenn Ökostrom-Firmen um Kapital werben und dabei außergewöhnlich gute Erträge versprechen, wobei sie womöglich noch auf die gesicherten Einspeisetarife verweisen. Geförderte Einspeisetarife, die im voraus für viele Jahre garantiert werden, reduzieren das wirtschaftliche Risiko eines Ökostrom-Erzeugers erheblich.

Gegenargumente zur Versteigerungsmethode habe ich in einer alten Pressemeldung der Stadt Wien gefunden. In Irland, Dänemark und Großbritannien sei dieses Verfahren gescheitert. Da würden mich die näheren Umstände interessieren. Damit die geförderten Projekte auch verwirklicht werden, kann eine Kaution verlangt werden. Warum soll das ein Problem sein, wenn der Antragsteller das Geld sowieso für die Öko-Anlage braucht? Die könnte ja dann gleich von der Kaution bezahlt werden.

Weitere Kritikpunkte

Die Energiepolitik hinsichtlich Verteilung der Ökostrom-Förderungen macht auf mich keinen durchdachten Eindruck. Es fehlt ein Plan und die Entschlossenheit, die Mittel dort einzusetzen, wo sie am meisten zur Energiewende beitragen könnten.

Quoten statt Einspeisetarife?

Kritiker meinen, der Staat soll nur einen Mindestanteil des Ökostroms vorgeben und es "dem Markt" überlassen, mit welchen Ökostrom-Kraftwerken dieser erreicht wird. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass dieser Ansatz nicht unbedingt günstiger kommt und der Ausbau langsamer erfolgt. Ursprünglich teure Technologien wie Solarzellen kämen überhaupt nicht zum Zug und blieben uninteressant.

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Zählpunktpauschale – Eine absurde "Stromzählersteuer", die auf Druck der Ökostrom-Kritiker eingeführt wurde

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Weblinks

Quellen

[1] Systemmodell zur Optimierung der Integration von Windenergieanlagen in Österreich und Deutschland (PDF), S. 141 (im PDF S. 149)
[2] Ökostromverordnung 2008 (PDF), S. 73