Kritik an der Ökostrom-Förderung
Die Ökostrom-
Entgegnung
- Die Mehrkosten durch Subventionierung von Ökostrom werden durch vermiedene Umwelt- und Gesundheitskosten mehr als kompensiert. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die im Auftrag des deutschen Umweltministeriums erstellt wurde.
- Erneuerbare Energie kann in der Regel im eigenen Land gewonnen werden. Das sichert tendenziell mehr Arbeitsplätze als der Import von Energie aus dem Ausland und steigert das regionale Einkommen, wie in einer Vielzahl von Studien nachgewiesen wurde.[1]
- Auch fossile Energie und Atomkraft wurde und wird massiv gefördert (aus Gründen der Versorgungssicherheit).
Meine Meinung
Ich denke, die Förderung der derzeit noch nicht konkurrenzfähigen Ökostrom-
Trotzdem kann man schon die Frage stellen, ob man die Verteilung der Fördermittel nicht effizienter gestalten könnte. Bei fixen Einspeisetarifen gibt es meines Erachtens das Problem: Entweder sind sie zu niedrig oder höher als nötig. Vielleicht wäre es besser, die Fördermittel zu versteigern, sodass sie an jene gingen, die am wenigsten Zuschuss pro Kilowattstunde verlangen. Dadurch würde ich erwarten, dass sich die von allen Stromkunden bezahlten Förderungen auf ein optimales Maß einpendeln. Die Politik könnte auch genauer steuern, wie viel in welchen Bereich fließen soll, um zu verhindern, dass in einer Branche zu wenig oder zu viel Nachfrage entsteht. Zu viel Nachfrage ist nämlich auch schlecht. Es stimmt zwar, dass durch höhere Nachfrage in größeren Stückzahlen und damit kostengünstiger produziert werden kann. Aber zu hohe Nachfrage bedeutet i. A. auch überhöhte Preise, da voll ausgelastete Unternehmen keinen Grund haben, die Preise zu senken, auch wenn sie die Produktion verbilligen konnten. Wohl nicht aus Zufall ist der Preis von Solarzellen genau zu dem Zeitpunkt gefallen, als in Deutschland die Einspeisetarife gesenkt wurden.
Es macht meines Erachtens auch einen schlechten Eindruck, wenn Ökostrom-
Gegenargumente zur Versteigerungsmethode habe ich in einer alten Pressemeldung der Stadt Wien gefunden. In Irland, Dänemark und Großbritannien sei dieses Verfahren gescheitert. Da würden mich die näheren Umstände interessieren. Damit die geförderten Projekte auch verwirklicht werden, kann eine Kaution verlangt werden. Warum soll das ein Problem sein, wenn der Antragsteller das Geld sowieso für die Öko-
Weitere Kritikpunkte
- Alle Staaten arbeiten für sich, anstatt dass es einen EU-
weiten Wettbewerb um die effizientesten Projekte gibt. Z. B. würden Solarzellen in Süditalien oder Spanien einen viel größeren Ertrag als in Deutschland liefern. Deutschland will aber lieber die eigene Wirtschaft fördern. - Ausbau von Fernwärme und Energiesparmaßnahmen wie z. B. Gebäudedämmung würden bei vielfach geringerem Förderbedarf eine höhere Wirkung entfalten als manche Ökostrom-
Kraftwerke. - Es werden nicht unbedingt die effizientesten Technologien gefördert (z. B. Biomasse-
Kraftwerke ohne Abwärmenutzung – erst seit 2008 wird ein Mindestwirkungsgrad von 60% verlangt[2]). - Biomasse wird massiv gefördert, obwohl sie langfristig kein großes Potenzial hat. Es gibt nicht genug Brennstoff und dieser ist so teuer, dass Biomasse-
Kraftwerke voraussichtlich nie ohne Förderungen betrieben werden können. Die Ökostrom- Subventionen sollten meines Erachtens jedoch kein Dauerzustand für alle Zeit sein sondern Erfolg versprechenden Technologien zum Durchbruch verhelfen.
Die Energiepolitik hinsichtlich Verteilung der Ökostrom-
Quoten statt Einspeisetarife?
Kritiker meinen, der Staat soll nur einen Mindestanteil des Ökostroms vorgeben und es "dem Markt" überlassen, mit welchen Ökostrom-
Weiter
| Zählpunktpauschale – Eine absurde "Stromzählersteuer", die auf Druck der Ökostrom- |
Siehe auch
Weblinks
- ZEO2: Massenhaft verschenkter Ökostrom, 26.3.2009 – "In Deutschland warten rund 300 fertig gebaute Windräder unbeweglich auf Neujahr, weil es erst dann mehr Geld für Windstrom gibt."
- Ökostrombericht der Bundeswettbewerbsbehörde – In Österreich zahlen einen Teil der Ökostrom-
Förderung die Stromanbieter. Transparenter wäre ein eigener Aufschlag auf der Stromrechnung.
Quellen
| [1] | Systemmodell zur Optimierung der Integration von Windenergieanlagen in Österreich und Deutschland (PDF), S. 141 (im PDF S. 149) |
| [2] | Ökostromverordnung 2008 (PDF), S. 73 |