Gentechnik
Gentechnisch veränderte Organismen sollen der Landwirtschaft zu höheren Erträgen verhelfen, z. B. indem die manipulierten Pflanzen ein Gift gegen Schädlinge produzieren. Die Gentechnik kann gezielt artfremdes Erbgut in einen Organismus einschleusen, was bei herkömmlicher Züchtung nicht möglich ist.
Kritik und Umweltgefahren
- Wenn die genmanipulierten Organismen freigesetzt werden, können sie sich unkontrollierbar ausbreiten. Deswegen kann z. B. in Kanada kein Bio-
Raps mehr angebaut werden[1] – wahrscheinlich für immer! - Sogar ein Auskreuzen auf andere Arten, die dann ebenfalls das neue Gen haben, ist beobachtet worden.
- Der häufigste Einsatzzweck sind gentechnisch veränderte Pflanzen, denen Unkrautvertilgungsmittel nichts anhaben. So kann der Bauer durch massiven Gifteinsatz das Feld frei von unerwünschten Pflanzen halten. Diese Vorgehensweise ist nicht nur mit negativen Umweltwirkungen verbunden sondern auf Dauer auch zum Scheitern verurteilt: Es bilden sich "Superunkräuter", die gegen das Gift immun sind.
- Auch keine anderen der vielen versprochenen Vorteile sind eingetreten.
- So etwas wie Tomaten, die nicht matschig werden, haben für mich als Käufer keinen Nutzen sondern täuschen mich: Die Frucht scheint frisch und reich an wertvollen Inhaltsstoffen zu sein, ist es aber nicht. Wo ist hier der Vorteil der Gentechnik?
- Es wird häufig so getan, als fürchten sich die Verbraucher vor den Genen, die in ihrem Essen drin sind, wenn es genmanipuliert wurde. Doch Gene sind in jedem Lebewesen und somit in jedem Essen enthalten. Das wahre Problem sind die durch die neuen Gene ausgelösten Veränderungen an den Organismen, die z. B. Allergien auslösen könnten und im Fütterungsversuch mit Ratten Vergiftungserscheinungen hervorriefen.
Einsatz in Österreich
Bei uns gibt es praktisch keine Produkte mit gentechnisch veränderten Organismen im Supermarkt zu kaufen. Jedoch werden die Tiere in der konventionellen Landwirtschaft häufig mit Gen-
Mein Fazit
Die Gentechnik ist unkontrollierbar und die Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen kann unumkehrbare Folgen haben. Daher ist es meines Erachtens durchaus vernünftig, auf diese Technik in der Landwirtschaft zu verzichten.
Dass die Gentechnik bereits jetzt außer Kontrolle ist, zeigt sich auch daran, dass in Saatgut und Lebensmitteln bis zu 0,9% Verunreinigung mit gentechnisch veränderten Organismen "technisch unvermeidbar" sind und daher ein entsprechender Grenzwert eingeführt wurde.
Bemerkenswert finde ich auch die Argumentation:
- Man sagt, die Gentech-
Pflanzen werden vor der Freisetzung so genau untersucht und die "unzähligen wissenschaftlichen Studien" haben deren Unbedenklichkeit für Mensch und Umwelt bewiesen. - Beim Klimawandel wird hingegen genau umgekehrt argumentiert, dass man die Modelle gar nicht so genau aufstellen kann, weil noch gar nicht alle Wechselwirkungen erforscht sind, und die Wissenschaft daher zu keiner verlässlichen Aussage kommen kann.
Tatsächlich ist es weder beim Klimawandel noch bei der Freisetzung neuer Genkombinationen möglich, zu beweisen, dass die Folgen harmlos sind. Wer etwas anderes behauptet, spielt die Risiken herunter. Es müssen nicht die Umweltschützer beweisen, dass die Folgen verheerend sein können.
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Quellen
| [1] | Gernot Neuwirth: Environmental Controversy and Environmental Awareness in Austria - a Short Online Environmental History (PDF), S. 14 |
